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Ankara - Der britische Premierminister David Cameron hat den Gazastreifen als Gefangenenlager bezeichnet und von Israel die Aufhebung der Blockade des Palästinensergebietes gefordert. "Um es klar zu formulieren: Die Situation im Gazastreifen muss sich ändern", sagte er.
Der abgeriegelte Küstenstreifen "kann und darf kein Gefangenenlager bleiben", betonte Cameron am Dienstag während seines Türkei-Besuchs in einer Rede vor Wirtschaftsvertretern in Ankara.
Nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan bekräftigte Cameron seine Haltung. Zwar habe es Fortschritte gegeben, noch immer herrsche aber eine Situation, in der es "sehr schwierig" sei, in den Gazastreifen zu reisen und ihn wieder zu verlassen. "Wir unterstützen schon lange eine Aufhebung der Blockade", sagte Cameron.
Gleichzeitig ging er aber auf die Sicherheitsbedenken Israels ein, die massgebend für die Entscheidung des Landes waren, den Gazastreifen mit einer Blockade zu belegen. "Wir sind beide der Ansicht, dass direkte Gespräche die richtige Lösung sind", sagte er an der Seite Erdogans in Anspielung auf Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern.
Zuvor hatte sich Cameron vehement für einen Beitritt der Türkei zur EU ausgesprochen. Die Gegner einer türkischen EU-Mitgliedschaft seien voreingenommen und liessen sich durch Protektionismus leiten, sagte er bei einem Besuch in Ankara.
"Dies ist eine Sache, in der ich sehr leidenschaftliche Gefühle hege", sagte Cameron in einer Rede vor der türkischen Handelskammer. "Ich will, dass wir zusammen eine Strasse von Ankara nach Brüssel bauen."
Die Europäische Union (EU) ist tief gespalten, ob sie dem muslimisch geprägten Land eine Vollmitgliedschaft einräumen soll. Insbesondere in Deutschland und Frankreich bestehen grosse Vorbehalte gegenüber einem EU-Beitritt. Kritiker argumentieren unter anderem, die Türkei würde sich nicht in die christlich geprägte Kultur der EU einfügen.
Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle, der am Dienstagabend ebenfalls in der Türkei erwartet wird, sagte der "Bild"-Zeitung, die Türkei sei derzeit nicht beitrittsfähig und die EU nicht aufnahmefähig. Wer einen anderen Eindruck erwecke, liege falsch.

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SDA-ATS