Navigation

Brown nach Wahlkampf-Fauxpas um Schadensbegrenzung bemüht

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2010 - 15:41 publiziert
(Keystone-SDA)

London - Eine Woche vor der britischen Parlamentswahl kämpft Premier Gordon Brown darum, die drohende Niederlage seiner Labour-Partei doch noch abzuwenden. Zusätzlich erschwert ein schwerer Patzer im Wahlkampf seine Ausgangslage. Er kann noch auf die letzte TV-Debatte hoffen.
Der Premierminister hatte am Mittwoch eine Labour-Wählerin beleidigt, als ihm noch ein Mikrofon am Hemd steckte, an das er nicht geachtet hatte. Er hatte die Frau, die ihn zuvor mit einer Reihe von Fragen überhäuft hatte, als "verbohrt" bezeichnet und das Gespräch mit ihr als ein "Desaster".
Auch Spitzenpolitiker von Browns Labour-Partei räumten ein, dass der Patzer der Partei eine Woche vor der Wahl Schaden zugefügt habe. Innenminister Alan Johnson sagte, Brown habe einen "fürchterlichen Fehler" gemacht. "Niemand kann sagen, dass das nicht schädlich war."
Am Abend muss Labour-Chef Brown erneut am Fernsehen gegen seinen Herausforderer von den konservativen Tories, David Cameron, und den Chef der erstarkten Liberaldemokraten, Nick Clegg, antreten. Diese letzte TV-Debatte vor der Wahl vom 6. Mai wurde von Beobachtern als Browns möglicherweise letzte Möglichkeit gewertet, seine Partei doch noch in eine bessere Ausgangsposition zu bringen.
Dazu wollte der frühere Finanzminister vor allem mit seiner wirtschaftspolitischen Kompetenz punkten. "Gestern war gestern, heute will ich über die Entwicklung der Wirtschaft reden", sagte Brown vor dem TV-Auftritt.
Tory-Chef Cameron indes dürfte in der Debatte erneut versuchen, mit dem Vorwurf der Verschwendung durch die regierende Labour-Partei die Wähler auf seine Seite zu ziehen.
Von besonderem Interesse dürfte bei der Debatte sein, ob die drei Kontrahenten konkrete Hinweise darauf geben, wie sie das enorme Staatsdefizit, das derzeit bei elf Prozent des Bruttoinlandprodukts liegt, abbauen wollen. Bislang zeigten sich alle Parteien eher zurückhaltend in dieser Frage, aus Angst, Wähler zu verschrecken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?