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BSI-Integrationskosten drücken EFG in die roten Zahlen

Die Privatbankengruppe EFG International hat 2017 einen Verlust von 59,8 Millionen Franken geschrieben. (Archiv)

KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU

(sda-ats)

Integrationskosten für die Tessiner Bank BSI und Altlasten haben EFG International 2017 in die Verlustzone gerissen. Die Privatbankengruppe schreibt unter dem Strich einen Verlust von 57,5 Millionen Franken, nach einem Gewinn von 228 Millionen Franken im Vorjahr.

Allein die Integrationskosten belasteten das Ergebnis mit 134,1 Millionen Franken. Dazu kamen negative Effekte vom Lebensversicherungsportfolio sowie Kosten für einen Rechtsstreit in Taiwan, wie EFG am Mittwoch mitteilte.

Ohne diese Einmaleffekte hätte EFG einen Gewinn von 165,0 Millionen Franken erzielt, nach 82,3 Millionen Franken im Vorjahr, wie die Privatbank schreibt.

EFG hatte die Tessiner Privatbank BSI im November 2016 gekauft. Überschattet wurde die Übernahme aber anschliessend von der Verwicklung der BSI in den Geldwäscherei-Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Es kam zu namhaften Vermögensabflüssen aus der BSI. In der Folge konnte EFG den Kaufpreis auf 971 Millionen Franken drücken - von ursprünglich rund 1,3 Milliarden Franken.

Auch 2017 flossen weitere 8,2 Milliarden Franken ab. EFG hatte mit 8 bis 9 Milliarden Franken gerechnet. Zuflüsse von 2,3 Milliarden Franken hinzugerechnet verlor EFG 2017 unter dem Strich noch 5,8 Milliarden Franken an Kundengeldern.

Seit der Übernahme sind insgesamt 11,6 Milliarden Franken an Vermögen abgeflossen. Auch in der ersten Jahreshälfte 2018 erwartet EFG weitere Abzüge.

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