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Der Bund fördert künftig Schweizer Verlage mit jährlich 1,6 Millionen Franken. Damit wird die Basisarbeit der Verlage unterstützt, beispielsweise Lektorat, Marketing und Vertrieb. Das Bild zeigt das Buchzentrum Hägendorf, das für viele Verlage den Vertrieb übernimmt. (Archivbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt erstmals Verlage. In den nächsten fünf Jahren erhalten 67 Verlagshäuser aus der Deutschschweiz, der Romandie und dem Tessin zusammen jährlich 1,6 Millionen Franken, wie das BAK am Donnerstag mitteilte.

Mit 46 grösseren Verlagen schliesst das BAK vorläufig bis 2020 Dienstleistungsverträge ab. Sie erhalten Strukturbeiträge in Höhe von 7500 bis 80'000 Franken. Die restlichen erhalten bis 2018 kleinere Förderprämien zwischen 5000 und 7500 Franken.

Diese Subventionen ergänzen bisherige, punktuelle Fördermassnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden, mit denen einzelne Buchprojekte unterstützt wurden.

Die in der Kulturbotschaft 2016-2020 neu festgeschriebenen Verlagssubventionen sollen dagegen der verlegerischen Basisarbeit zugute kommen, beispielsweise der Prüfung von eingesandten Manuskripten, dem Lektorat, der Betreuung von Autoren und der Promotion ihrer Werke.

Um in den Genuss von Strukturbeiträgen oder Förderprämien zu kommen, müssen Verlage gewisse Voraussetzungen erfüllen, beispielsweise seit mindestens vier Jahren auf dem Buchmarkt vertreten sein, regelmässig publizieren, Sitz und Mittelpunkt der Tätigkeit in der Schweiz haben, professionell tätig sein und Autoren faire Bedingungen bieten.

Von den 67 unterstützten Verlagen sind 43 in der deutsch-, 19 in der französisch- und 5 in der italienischsprachigen Schweiz tätig, wie das BAK mitteilt.

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SDA-ATS