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Um die Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern, hat das Bundesamt für Migration (BFM) im vergangenen Jahr rund 55 Millionen Franken ausgegeben. In einem Bericht zeigt es auf, wohin das Geld floss.

Die Mittel seien gut investiert, schreibt das BFM im am Montag veröffentlichten Bericht. Eine erfolgreiche Integration helfe, Kosten zu sparen, beispielsweise im Sozialbereich.

Die Kantone erhalten zum einen eine Pauschale von 6000 Franken pro Person, zum anderen Beiträge an Programme. Im Jahr 2013 richtete der Bund Pauschalen in der Höhe von insgesamt 35,3 Millionen Franken aus, um anerkannte Flüchtlinge sowie vorläufig Aufgenommene rascher zu integrieren.

Vor allem Sprache und Bildung

In die spezifische Integrationsförderung der Kantone flossen 13,4 Millionen Franken an Bundesgeldern. Der grösste Teil davon wurde für Sprach- und Bildungsprogramme ausgegeben, insgesamt waren es 8,3 Millionen Franken. An den rund 5000 Sprachförderangeboten, die mit Bundesmitteln mitfinanziert wurden, nahmen laut dem Bericht über 100'000 Personen teil.

In Informations- und Beratungsprogramme flossen rund 3 Millionen Franken, in Programme zur frühen Förderung fremdsprachiger Kinder 1,2 Millionen Franken. Eine frühe Förderung verbessere die Chancengleichheit, hält das BFM fest.

Die Vermittlungsstellen für interkulturelles Dolmetschen erhielten 1,1 Millionen Franken vom Bund. Ihre Dienstleistung sei gerade im Gesundheitswesen wichtig, heisst es im Bericht. Wer die lokale Sprache noch nicht gut beherrsche, habe häufig Probleme, eine ärztliche Diagnose zu verstehen.

Kontrolle von Qualität und Wirkung

Weiter unterstützten das BFM und die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen Projekte zur Weiterentwicklung der Integrationsförderung. Das BFM beteiligte sich mit 4,2 Millionen Franken. Bei diesen Projekten geht es unter anderem darum, Instrumente zur Qualitätssicherung oder Wirkungskontrolle zu entwickeln.

Seit dem 1. Januar 2014 erfolgt die spezifische Integrationsförderung über die kantonalen Integrationsprogramme (KIP). In die KIP wollen Bund und Kantone jährlich rund 115 Millionen Franken investieren, der Bund trägt rund zwei Drittel der Kosten.

Die Kantone können mit Zugewanderten auch Integrationsvereinbarungen abschliessen, um die Integration zu fördern. 2013 wurden in 10 Kantonen insgesamt 1364 Vereinbarungen abgeschlossen, am meisten in den Kantonen St. Gallen und Solothurn.

Integration statt mehr Zuwanderung

Bund und Kantone hätten die Lehren aus der Zuwanderungspolitik der Vergangenheit gezogen, als zwar Arbeitskräfte gerufen, aber die Integration dieser Menschen vernachlässigt worden sei, schreibt BFM-Direktor Mario Gattiker im Vorwort zum Bericht.

Integrationspolitik bedeute heute, die Zugewanderten willkommen zu heissen, sie über ihre Pflichten und Rechte zu informieren und sie gezielt dort zu unterstützen, wo ihre eigenen Anstrengungen nicht ausreichten.

Es bringe der gesamten Gesellschaft viel, wenn Zuziehende von Anfang an wüssten, was von ihnen erwartet werde, hält Gattiker weiter fest. Wenn fähige Jugendliche keine passende Lehrstelle fänden, weil sie einen fremd klingenden Namen trügen, gehe der Wirtschaft wertvolles Potenzial verloren. Dies wiederum rege die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften an. Lohnenswert seien daher auch Massnahmen gegen Diskriminierung.

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SDA-ATS