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Bundesanwalt Michael Lauber (links) hat sich mit seinem malaysischen Amtskollegen Tommy Thomas zum Fall 1MDB ausgetauscht.

Bundesanwaltschaft

(sda-ats)

Bundesanwalt Michael Lauber hat mit seinem malaysischen Amtskollegen Tommy Thomas die künftige behördliche Zusammenarbeit im Fall 1MDB besprochen. Der Bundesanwalt war am Dienstag zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Putrajaya gereist.

An den Untersuchungen im Fall 1MDB (1 Malaysia Development Berhad) sind Behörden verschiedener Länder beteiligt. Angesichts der jüngsten Entwicklungen in Malaysia sei die BA interessiert, den Dialog mit den zuständigen Stellen in Malaysia zu erneuern, schrieb sie am Dienstag.

Ziel sei eine so effiziente Zusammenarbeit wie möglich. Auch solle die Koordination der Strafuntersuchungen zwischen Partnerbehörden sichergestellt sein. Zu den beschlagnahmten Vermögenswerten machte die BA keine Angaben. Die Untersuchungen begannen im August 2015.

Inzwischen wird im Fall 1MDB gegen sechs Personen ermittelt, unter anderem wegen Geldwäscherei, Bestechung fremder Amtsträger, ungetreuer Amtsführung und ungetreuer Geschäftsbesorgung, wie die BA schrieb. Auch zwei Banken, die Bank BSI und die Falcon Privatbank, stehen im Verdacht, in die Affäre verwickelt zu sein.

Malaysias ehemaliger Regierungschef Najib Razak wurde in Zusammenhang mit dem Skandal um 1MDB wegen Machtmissbrauchs und Veruntreuung in drei Fällen angeklagt. Vergangene Woche hatte er vor einem Gericht die Vorwürfe bestritten. Er gehöre nicht zu den in den Verfahren angeklagten Staatsbediensteten, schrieb die BA nun dazu.

Im vergangenen Mai wurde Najib nach neun Jahren im Amt überraschend abgewählt, die Korruptionsvorwürfe waren zentraler Bestandteil des Wahlkampfs seiner Gegner. Die Behörden verschiedene Länder, darunter laut BA die USA, Luxemburg, und Singapur, ermitteln seit mehreren Jahren in dem Fall.

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