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Bundesräte unterzeichnen am WEF verschiedene bilaterale Erklärungen

Wirtschaftsminister Schneider-Ammann und sein kanadischer Amtskollege Bains unterzeichnen in Davos eine gemeinsame Absichtserklärung.

WBF

(sda-ats)

Die anwesenden Bundesräte haben am dritten WEF-Tag zahlreiche Minister und Firmenchefs aus aller Welt getroffen. Neben dem diplomatischen Austausch wurden auch Abkommen unterzeichnet. In jenem mit Kanada geht es um eine verstärkte wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann unterschrieb wie der kanadische Minister für Innovation, Wissenschaft und wirtschaftliche Entwicklung, Navdeep Bains, am Donnerstagabend eine Erklärung. Mit dieser soll ein Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Innovation gefördert werden.

"Wir beginnen nicht am Anfang", erklärte Schneider-Ammann an einem Point de Presse im Davoser Rathaus. Bereits heute funktioniere die Zusammenarbeit zwischen den Universitäten beider Länder gut. Es gehe um eine langfristige Vertiefung der guten Beziehungen, sagte Bains.

Zwischen 2013 und 2017 arbeiteten bei 269 vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützten Projekten Forschende mit kanadischen Kolleginnen und Kollegen zusammen. An vierzig über das EU-Forschungsprogramm "Horizon 2020" finanzierten Projekten sind beide Länder gemeinsam beteiligt. Auch die Zusammenarbeit im Innovationsbereich hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, unter anderem dank der EUREKA-Initiative.

Trump mal live erleben

Vor dem (morgigen) Treffen mit dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump kam Schneider-Ammann mit US-Arbeitsminister Alexander Acosta zusammen. Beim Treffen sei es um das Schweizer Berufsbildungssystem gegangen, sagte er.

Ob dieses auch morgen beim Treffen mit Trump ein Thema sein wird, ist unklar. Er freue sich, den US-Präsidenten einmal aus der Nähe erleben zu können, sagte Schneider-Ammann. "Ich habe viel gehört und viel gelesen, jetzt werde ich mir von ihm ein paar Informationen bestätigen lassen."

Dass Trump in seiner Rede auf die Abschottung der US-Wirtschaft fokussieren werde, glaubt Schneider-Ammann nicht. "Ich denke, Trump wird sich auch zu offenen Märkten bekennen."

Warnung an US-Klimapolitik

Bundesrätin Doris Leuthard nutzte den Donnerstag, um sich mit mehreren Energie- und Transportministern auszutauschen und sich mit Industrievertretern zu treffen. Sie lancierte zudem mit der ETH Zürich eine Initiative zur Mobilität.

Obwohl Leuthard am Freitag nicht am Treffen mit Trump teilnehmen wird, äusserte sie sich zu seiner Anwesenheit am WEF. "Es ist gut, dass er kommt", sagte sie.

Gleichzeitig relativierte die Umweltministerin den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. 199 andere Staaten seien dabei. Wenn die Amerikaner künftig auf Kohle und Öl setzen wollten, verlören sie an Terrain.

Arbeit für Frauen von Diplomaten

Derweil traf Aussenminister Ignazio Cassis am Donnerstag beispielsweise seinen jordanischen Amtskollegen Ayman Safadi. Thema war die geopolitische Lage im Mittleren Osten, wie Sprecher Jean-Marc Crevoisier der Nachrichtenagentur sda sagte. Safadi habe sich für die humanitäre Hilfe der Schweiz in der Region bedankt.

Neben weiteren Treffen mit Microsoft-Präsident Brad Smith oder dem argentinischen Aussenminister Jorge Faurie sprach Cassis - zusammen mit Finanzminister Ueli Maurer - mit verschiedenen EU-Kommissaren über die gegenseitigen Beziehungen.

Cassis unterzeichnete zudem ein Abkommen mit der Ukraine, das Frauen von Diplomaten künftig erlauben soll, im jeweiligen Land zu arbeiten. Daneben wurde die noch immer angespannte politische Lage mit Russland besprochen.

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