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Bundesrat Alain Berset hat am Montag in Genf die 65. Weltgesundheitsversammlung eröffnet. Vor 3000 Delegierten aus 192 Ländern sprach er von der Wichtigkeit des universellen Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen.

"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Potenzial, das Leben der Menschen auf dieser Welt zu verbessern", sagte der Chef des Eidg. Departements des Innern (EDI).

Dazu führte Berset die Wichtigkeit der im letzten Jahr gestarteten WHO-Reform ins Feld. Die UNO-Organisation müsse weiterhin die Führungs- und Koordinationsrolle unter den Akteuren im weltweiten Gesundheitsbereich einnehmen, betonte er.

Fortschritte hin zu einer universellen Abdeckung mit Gesundheitsdienstleistungen seien möglich, sagte der Schweizer Gesundheitsminister. Insbesondere in den Entwicklungsländern müssten die Gesundheitssysteme verbessert und dem ungerechten Zugang zu ihrem Angebot müsse der Kampf angesagt werden.

Berset zeigte sich beunruhigt über die Ausbreitung von nichtübertragbaren Krankheiten. Diese stellten die Welt vor neue Herausforderungen, nicht zuletzt deshalb, weil sie die wirtschaftliche Entwicklung behinderten und eine Kostenexplosion im Gesundheitsbereich nach sich ziehen könnten.

Die Schweiz werde weiterhin dafür sorgen, dass den internationalen Organisationen die "bestmöglichen Bedingungen" geschaffen würden für ihre Niederlassungen in Genf, erklärte Berset weiter. Genf ist Standort des WHO-Hauptsitzes, die Schweiz eines von 34 Mitgliedern des WHO-Exekutivrats, dem Führungsorgan der Organisation.

"Beschützerin der Gesundheit"

WHO-Chefin Margaret Chan rief die Delegierten zur Rückbesinnung auf grundlegende Werte auf: "Ich sehe die WHO als globale Gesundheitswächterin, als Beschützerin der Gesundheit, einschliesslich des Rechtes auf Gesundheit."

Trotz aller Sparzwänge infolge der Finanzkrise dürfe die Arbeitsfähigkeit der WHO nicht gefährdet werden, sagte Chan. Die WHO müsse die vorhandenen Mittel effektiver und klüger einsetzen und sich weiter reformieren.

Auch sie thematisierte in ihrer Rede die Kosten, die durch die Bekämpfung nichtansteckender Krankheiten entstehen und nannte die Fettleibigkeit als Beispiel. Weltweit habe inzwischen jeder dritte Erwachsene Bluthochdruck, jeder zehnte Diabetes. "Dies sind die Krankheiten, die die Bank sprengen" sagte sie.

Chans Wiederwahl für eine zweite Amtszeit ist für Mittwoch vorgesehen. Die Versammlung soll noch bis Samstag dauern.

SDA-ATS