Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Die Schweizer Bauern sollen künftig mehr Nahrungsmittel produzieren, dabei aber mit den Ressourcen sparsamer und umweltverträglicher umgehen als heute. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Vernehmlassung zur Umsetzung dieser agrarpolitischen Ziele eröffnet.

Der für die Landwirtschaft zuständige Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann verspricht sich viel von der neuen Agrarpolitik, für die der Bundesrat von 2014 bis 2017 jährlich 3,4 Milliarden Franken ausgeben will: "Sie wird wesentliche Verbesserungen bringen", sagte er am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Schneider-Ammann verspricht sich sowohl eine höhere Versorgungssicherheit als auch steigende Bauerneinkommen. Diese sollen sich im Schnitt bis 2017 um 10 Prozent erhöhen, insgesamt um 100 Millionen Franken.

Ausserdem soll sich die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Bauern im internationalen Markt verbessern und der Umgang mit den Ressourcen effizienter werden. Nicht zuletzt soll das Kulturland besser geschützt werden.

Versorgungssicherheit stärken

Um diese Ziele zu erreichen, sollen Direktzahlungen nicht wie heute als allgemeine Flächenbeiträge ausgerichtet werden. Sie sollen gemäss Verfassungsauftrag stärker von ökologischen, tier- und landschaftsschützerischen Zielsetzungen abhängig gemacht werden.

Gleichzeitig sollen alle Bauern Direktzahlungen erhalten, die einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Mit diesem neuen Instrument will der Bundesrat verhindern, dass der Selbstversorgungsgrad von derzeit 60 Prozent weiter zurückgeht.

Der Bundesrat beabsichtigt zudem, die Mittel vermehrt in den Ackerbau statt in die Viehwirtschaft zu leiten, wie der Direktor des Bundesamts für Landwirtschaft, Manfred Bötsch, erläuterte. Dieser Paradigmenwechsel soll gemäss Modellrechnungen zu einer Zunahme der Nahrungsmittelproduktion von 5 Prozent führen. Insbesondere die Getreideproduktion soll ansteigen, so dass ein Rückgang des Futtermittel-Imports um 10 Prozent erwartet wird.

Die Gewichtsverlagerung hin zum Ackerbau war letztes Jahr, als der Bundesrat den ersten Entwurf für die Agrarpolitik 2014-2017 vorstellte, vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) als "inakzeptabel" zurückgewiesen worden.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS