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Der Bundesrat sieht in der Schweiz ein grosses Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke, wie er in einem Bericht festhält. Die Kraftwerke könnten zum Ausgleich der schwankenden Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie in Nachbarländern genutzt werden.

Wie genau die Stromversorgung nach dem Ausstieg aus der Atomenergie aussehen wird, ist noch offen: Die detaillierten Pläne will der Bundesrat in den nächsten Tagen oder Wochen vorlegen. Am Mittwoch hat er indes einen Bericht zur Lage in Europa gutgeheissen.

Die Energiekommission des Nationalrats hatte vom Bundesrat umfassende Informationen zur Stromversorgung mit erneuerbaren Energien im europäischen Kontext gewünscht. Im nun vorliegenden Bericht bekräftigt der Bundesrat, die erneuerbaren Energien seien ein wesentlicher Eckpfeiler der neuen Energiepolitik.

Die erneuerbare Stromproduktion könne bis 2050 um 22 Terrawattstunden gesteigert werden. Der Ausbau der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen bedinge jedoch den gleichzeitigen Ausbau des Elektrizitätsnetzes. Zudem sei beispielsweise die Windenergie in der Schweiz nur beschränkt nutzbar, insbesondere wegen des Landschaftsschutzes.

Windenergie reicht für ganz Europa

Im Ausland dagegen dürfte die Windenergie stark ausgebaut werden. Der Bericht geht davon aus, dass Windenergie je nach Standort ab etwa 2020 mit den konventionellen Technologien wettbewerbsfähig sein wird. Nach den Ereignissen in Fukushima seien diese Aussagen als eher konservativ einzustufen, halten die Autoren fest.

In diesem Zusammenhang sieht der Bundesrat Potenzial für die Schweiz als Stromdrehscheibe im europäischen Markt. Die Schweiz habe die Möglichkeit, sich in Europa als "Batterie" zu positionieren und gleichzeitig die eigene Versorgungssicherheit auszubauen, schreibt er.

Durch den Zubau von einem Gigawatt Pumpspeicherleistung könnten zusätzlich vier bis fünf Gigawatt Leistung aus Wind- und Sonnenenergie ins System integriert werden. Mit den bis 2020 geplanten Pumpspeicherleistungen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz könnten die witterungsbedingten Schwankungen der Sonnen- und Windanlagen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 60 Gigawatt ausgeglichen werden.

SDA-ATS