Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Bundesrat würdigt Wegbereiterinnen des Frauenstimmrechts

Am 6. Juni 1971 sind an einem eidgenössischen Abstimmungssonntag erstmals auch die Frauen an die Urnen gegangen. Am 6. Juni 2011 - am Montag - hat der Bundesrat dieses 40-Jahr-Jubiläum in Bern festlich begangen.

An dem Anlass wurde der Kämpfe gedacht, die zur Erreichung des Frauenstimmrechts nötig waren. Hierzu gab es einen filmischen Rückblick in ein halbes Jahrhundert Frauengeschichte.

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey und Bundeskanzlerin Corina Casanova würdigten nationale Politikerinnen und Vorkämpferinnen, die sich um das Frauenstimmrecht verdient gemacht haben.

Am Festakt erwiesen zudem die Bundesrätinnen Doris Leuthard, Simonetta Sommaruga, Eveline Widmer-Schlumpf und Bundesrat Johann Schneider-Ammann den Pionierinnen des Frauenstimmrechts die Ehre.

Bei der Salärgerechtigkeit zwischen Mann und Frau gebe es noch viel zu tun, erklärte Bundesrätin Leuthard vor den Parlamentariern sowie weiteren Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Bundesrat Schneider-Ammann sagte, Frauen und Männer seien heutzutage gleich gut ausgebildet, es sei nichts als richtig, dass die Frauen mehr und mehr Einzug in die Chefetagen hielten.

Weltweit eines der letzten Länder

Die Schweiz war weltweit eines der letzten Länder, das den Frauen die gleichen politischen Rechte zugestanden wie den Männern. Am 7. Februar 1971 stimmten 65,7 Prozent der Männer der Einführung des Frauenstimmrechts zu. Elf Jahre zuvor, 1959, war die gleiche Vorlage mit einer Zweidrittelsmehrheit abgelehnt worden.

Am 6. Juni 1971 stimmten die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erstmals gemeinsam über zwei eidgenössische Vorlagen ab: die Bundesbeschlüsse betreffend den "Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt gegen schädliche oder lästige Einwirkungen" und die "Weiterführung der Finanzordnung des Bundes".

"Das Frauenstimm- und -wahlrecht war gleichsam der Grundstein für eine konkrete Gleichstellungspolitik der Schweiz", erklärte Bundespräsidentin Calmy-Rey am Montag an der Feier in Bern. "Vieles, das die Pionierinnen hart erkämpfen mussten, ist heute für die jungen Frauen selbstverständlich geworden."

Neuer Inhalt

Horizontal Line


Umfrage zu SWI swissinfo.ch

Online-Umfrage ausfüllen: Tastatur und eintippen close-up

Zersiedelung: Wie stimmen Sie ab?

Meinungsumfrage

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.