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Bei seinem historischen USA-Besuch hat Burmas Präsident Thein Sein zum Ende der Gewalt zwischen den Volks- und Religionsgruppen seines Landes aufgerufen. Jede Form der Diskriminierung und Gewalt müsse beendet werden, sagte Sein am Montag in Baltimore.

Burma brauche eine nationale Identität, die alle Volks- und Religionsgruppen stärker einbinde, sagte Sein in einer Rede an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore.

"Burmas Bevölkerungsgruppen jeglichen ethischen Hintergrunds und jeglicher Religion - Buddhisten, Muslime, Christen und andere - müssen sich als Teil dieser neuen nationalen Identität fühlen", forderte der Präsident. Die Regierung müsse sicherstellen, dass Verantwortliche für Gewalt der Justiz überstellt würden.

Die Rohingya als Opfer von Verfolgung nannte Sein in seiner Rede nicht explizit. Seit Monaten gibt es Berichte zu Übergriffen gegen die muslimische Volksgruppe in dem weitgehend buddhistischen Land.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wurden seit Juni 2012 bei Unruhen mindestens 211 Menschen getötet, die meisten davon Rohingya, zehntausende weitere wurden vertrieben. HRW sprach von einer "ethnischen Säuberung".

Erster Besuch seit 50 Jahren

Präsident Sein war am Montag als erster burmesischer Staatschef seit fast einem halben Jahrhundert in Washington empfangen worden. US-Präsident Barack Obama lobte dabei die politischen Reformen nach jahrzehntelanger Militärherrschaft.

Gleichzeitig zeigte er sich besorgt über die Lage der Rohingya. "Die Vertreibung der Menschen, die Gewalt muss ein Ende haben", sagte Obama. Kurz vor dem Treffen hatte das US-Aussenministerium Burma wegen Einschränkungen der Religionsfreiheit kritisiert.

Muslime wegen Tod von buddhistischem Mönch verurteilt

In Burma wurden sieben Muslime wegen der Ermordung eines buddhistischen Mönchs im März zu Haftstrafen von 2 bis 18 Jahren verurteilt. Ihnen wurde Mord, Aufruf zum Mord, Vandalismus und Beschädigung öffentlichen Eigentums vorgeworfen, wie der Staatsanwalt Ye Aung Myint in der Stadt Meiktila am Dienstag mitteilte.

Der Mord an dem Mönch in Meiktila hatte in der ganzen Region zu blutigen Unruhen geführt, bei denen mindestens 44 Menschen getötet wurden. Tausende verloren ihr Zuhause. Auslöser der Unruhen war offenbar ein Streit in einem Goldgeschäft. Drei Muslime, darunter der Besitzer des Ladens, wurden im April zu 14 Jahren Haft verurteilt.

Bisher wurde noch kein Buddhist wegen der Ausschreitungen verurteilt, doch Staatsanwalt Ye Aung Myint betonte, die Justiz ermittle auch gegen Buddhisten. An den Unruhen waren auch wiederholt buddhistische Mönche beteiligt. Andere riefen zu einem Boykott der Geschäfte von Muslimen auf.

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SDA-ATS