Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Samedan GR - Das schwere Busunglück vor zwei Jahren im Oberengadin mit drei Toten hat für den Chauffeur und den Betriebsleiter der Engadin Bus AG Folgen: Beide wurden am Mittwoch in Samedan vom Bezirksgericht der mehrfachen fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.
Der 46-jährige Busfahrer wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 100 Franken und zu einer Busse von 400 Franken verurteilt. Die bedingte Geldstrafe für den 54 Jahre alten Betriebsleiter beträgt 30 Tagessätze zu 100 Franken. Er muss eine Busse von 300 Franken bezahlen.
Vor Gericht wurden am Mittwoch lediglich die Urteile verlesen. Die Begründung wird den Parteien in schriftlicher Form nachgereicht. Der Chauffeur und der Betriebsleiter werden erst nach Vorliegen der Urteilsbegründung entscheiden, ob sie an die nächste Instanz gelangen.
Der Anklage gefolgt
Das Gericht folgte in der Schuldfrage der Anklage, setzte aber die Geldstrafen und Bussen tiefer an. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte das Verschulden des Fahrers als mittelschwer bezeichnet. Der Chauffeur habe am Tag des Unfalls grundlegende Sicherheitsregeln verletzt.
Dem Betriebsleiter warf die Staatsanwaltschaft vor, er sei seiner Pflicht als Vorgesetzter nicht nachgekommen, weil er am Nachmittag des Unfalltages bei Schneefall kein Kettenobligatorium für die Ortsbusse im Oberengadin angeordnet habe.
Die Verteidiger plädierten auf Freispruch. Der Anwalt des Chauffeurs sprach von einem "widersprüchlichen, unklaren Fall". Die Kollision könne sich ganz anders zugetragen haben als von den Untersuchungsbehörden dargelegt. Er sei überzeugt, dass der Unfall durch die entgegenkommenden Holztransporter verursacht worden sei. Der hintere Transporter habe den vorderen in den korrekt fahrenden Bus geschoben.
Bus aufgeschlitzt
Beim schweren Zusammenstoss zwischen dem Gelenkbus und dem vorderen der zwei entgegenkommenden Holztransporter bei Silvaplana am 3. Oktober 2008 waren drei Personen getötet und mehrere verletzt worden. Der Unfall ereignete sich während eines heftigen Wintereinbruchs. Der Holztransporter schlitzte den hinteren Teil des Busses, der auf die Gegenfahrbahn gerutscht war, auf.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS