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Sowohl alt Bundesrat Christoph Blocher (SVP) als auch die amtierende Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey (SP) haben sich am Freitag an der Albisgüetlitagung der SVP in Zürich auf die Schweizer Geschichte berufen. Erwartungsgemäss kamen sie zu diametral unterschiedlichen Schlüssen.

Rief Blocher zum Widerstand gegen den "Druck von aussen" auf, so lobte Calmy-Rey die traditionelle Kompromissbereitschaft der Schweiz. Beschwor Blocher die Bedrohung der Freiheit und Unabhängigkeit des Landes, so warnte Calmy-Rey vor Abschottung und Rückzug.

Calmy-Rey sieht geschichtlich bewiesen, dass "Pluralismus und Vielfalt uns immer weiter gebracht haben und uns auch künftig weiter bringen". Gemäss Blocher untermauert die Vergangenheit den hohen Stellenwert des Kampfes gegen Einmischung von aussen.

Bei ihren Auslandreisen stelle sie fest, dass die Schweiz geschätzt werde als neutrales Land, das es verstanden habe, seine Tradition der guten Dienste für die heutige Zeit attraktiv zu machen, sagte die Aussenministerin.

Blocher: Anpasser machen Schweiz schlecht

Ganz anders Blocher. Schaue man die Geschichte an, so zeige sich, dass es für die Schweiz der Normalfall sei, unter Druck von aussen zu stehen. Stets habe es gegolten, Freiheit und Unabhängigkeit zu verteidigen.

Nachdem von den verschiedenen umliegenden Monarchien Druck auf die Schweiz ausgeübt worden sei, vergrösserten laut Blocher die beiden Weltkriege und der Kalte Krieg Bedrohung und Druck. Und kaum sei die Mauer gefallen, habe die politische, wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Elite des Landes begonnen, "unsere Unabhängigkeit schlecht zu reden.

Die "Anpasser", die dem Druck von aussen nichts entgegensetzten, seien überall - "leider bis in die eigene Regierung, bis zur Mehrheit im Parlament". Und auch "einzelne wenige" Wirtschaftsleute gehörten dazu. Immer hätten sich aber in der Schweizer Geschichte nicht die Anpasser, sondern die Freiheitskämpfer durchgesetzt. Heute sei davon einzig die SVP übriggeblieben, erklärte Blocher.

Im Schützenhaus Albisgüetli - einem Lokal am Rande der Stadt Zürich - finden sich seit 1989 jeden Januar bis zu rund 1500 Mitglieder und Sympatisanten der Zürcher SVP samt Parteigrössen aus der ganzen Schweiz zur so genannten Albisgüetlitagung. Diese hat mittlerweile eigentlichen Kultstatus erreicht.

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SDA-ATS