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Cembra Money Bank wegen Datenweitergabe von Finma gerüffelt

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat die Cembra Money Bank wegen der Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Kreditvermittler gerügt. Das Institut habe die aufsichtsrechtliche Bestimmungen hinsichtlich Kontrolle und Organisation signifikant verletzt.

Auslöser des Verfahrens der Finma war der Fall eines Kreditvermittlers, der für die Zürcher Niederlassung der Bank tätig war. Das auf Konsumkredite und Fahrzeugfinanzierungen spezialisierte Institut soll den Mann mit Zehntausenden von Kundendaten aus dem Zentralen Kleinkreditregister (ZEK) versorgt haben, wie die SRF-Sendung "Rundschau" Ende Mai publik machte.

Laut dem Berichten soll der Kreditvermittler, ein Mazedonier albanischer Herkunft, während Jahren ZEK-Daten vor allem über Kleinkreditkunden mit albanisch klingenden Namen erhalten haben. Darin hätten sich sensible Angaben wie bestehende Kleinkredite, laufende Zahlungen oder Lohneinkommen befunden.

Die vormalige GE Money Bank hat die Zusammenarbeit mit dem Kreditvermittler 2011 beendet, er selbst machte in einem Zivilprozess gegenüber der Bank entgangene Provisionen geltend. Das Urteil steht noch aus.

Keine Busse, aber Verfahrenskosten

In dem aufsichtsrechtlichen Verfahren der Finma setzt es für die Cembra Money Bank keine Busse ab: Die Finma schätze die eingeleiteten Massnahmen zu Organisation und Prozessen, aber auch die getroffenen Personalentscheidungen als ausreichend und genügend ein, teilte die Bank an Heiligabend mit. Die Prüfstelle der Bank werde diese Massnahmen regelmässig auf ihre Wirksamkeit überprüfen.

Die Massnahmen seien im Anschluss an eine eigene Untersuchung 2011 und später während der Finma-Untersuchung dieses Jahr eingeleitet und umgesetzt worden, hiess es. Wie ein Sprecher erläuterte, wurden etwa die Rechtsabteilung mit der Abteilung für die Überwachung der Regeltreue (Compliance) zusammengelegt. Ausserdem sei der Mann, der für das Filialgeschäft zuständig war, pensioniert und ersetzt worden.

Die Cembra Money Bank muss allerdings die Kosten für das Finma-Verfahren tragen. Zusammen mit den eigenen Aufwendungen für diese Untersuchung ergeben sich gesamthaft Kosten von rund 1,5 Millionen Franken, wie die Bank erklärte. Dieser Betrag sei durch die im Juni 2014 vorgenommenen Rückstellungen von 3 Millionen Franken vollständig abgedeckt. Die Bank bestätigte sogleich ihre Gewinnprognose für 2014.

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