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Genf - In Genf fällt der Startschuss für eine "neue Physik": Das Teilchenforschungszentrum CERN will ab 9 Uhr Protonen mit bisher unerreichter Energie aufeinander prallen lassen. Physiker erhoffen sich dadurch grundlegend neue Erkenntnisse über das Universum.
Die Protonen sollen im Teilchenbeschleuniger LHC bei einer Energie von 7 Teraelektronenvolt (TeV) miteinander kollidieren. Dazu werden zwei Protonenstrahlen zusammengeführt, die in gegenläufiger Richtung durch den 27 Kilometer langen Tunnel bei Genf kreisen - jeder mit einer Energie von 3,5 TeV.
Laut den CERN-Verantwortlichen ist die Kollision alles andere als eine einfache Aufgabe. Es sei zu vergleichen mit dem Versuch, zwei Nadeln über den Atlantik zu schiessen und zusammenprallen zu lassen. Bis zu den ersten Kollisionen könnten deshalb mehrere Stunden, aber auch mehrere Tage vergehen.
Ein grosses Ziel des Experiments ist es, das Higgs-Teilchen zu finden. Dieses bislang nur theoretisch existierende Teilchen sei "der Mechanismus, den wir suchen, der den Elementarteilchen Masse gibt", sagte CERN-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer im Vorfeld. Es wäre das letzte Mosaiksteinchen im Standardmodell der Teilchenphysik.
Der grösste Teilchenbeschleuniger der Welt war eigentlich bereits am 10. September 2008 angelaufen. Kurz nach einem Bilderbuchstart wurde die Maschine aber durch eine schwere Panne im Kühlsystem lahm gelegt. Die Reparatur des Defekts dauerte nicht weniger als 14 Monate.
Im November 2009 konnten die Forscher die Maschine wieder in Betrieb nehmen. Mitte März wurde erstmals ein Strahl auf 3,5 TeV beschleunigt. Mit der Kollisionsenergie von 7 TeV wird das CERN seinen grössten Konkurrenten, das Fermilab in Chicago (USA), um das 3,5-Fache übertreffen.

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SDA-ATS