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Chávez ruft Venezuela zu Kriegsvorbereitungen auf

Dieser Inhalt wurde am 09. November 2009 - 03:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Caracas - Nach der Unterzeichnung eines umstrittenen Militärabkommens zwischen den USA und Kolumbien hat Venezuelas Präsident Hugo Chávez zur Vorbereitung auf einen möglichen Krieg mit dem Nachbarland aufgerufen.
Es sei die "Verantwortung aller", sich auf einen Krieg vorzubereiten, sagte Chávez in seiner wöchentlichen Fernsehsendung "Aló Presidente". Die Venezolaner seien bereit, ihr "heiliges Heimatland" zu verteidigen.
Kolumbien kündigte an, wegen der Aussagen von Chávez die Vereinten Nationen anzurufen. Nach "diesen Kriegsdrohungen der venezolanischen Regierung" solle sich die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und der UNO-Sicherheitsrat mit dem Thema befassen, teilte die Regierung in Bogotá mit.
Kolumbien habe nie eine "feindliche Geste" gegenüber der internationalen Gemeinschaft und Nachbarländern gezeigt.
Washington und Bogotá hatten Ende Oktober ein Abkommen über die Nutzung kolumbianischer Militärbasen durch die US-Armee geschlossen. Die Vereinbarung erlaubt den US-Streitkräften für die nächsten zehn Jahre die Nutzung von mindestens sieben Stützpunkten in Kolumbien.
Nach US-Angaben sollen die Stützpunkte für den Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus genutzt werden. Die Pläne waren bei den linksgerichteten Regierungen der Nachbarländer Venezuela und Ecuador auf scharfe Ablehnung gestossen. Sie werfen den USA vor, ihren Einfluss in Südamerika vergrössern zu wollen.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kolumbien und Venezuela liegen seit Ende Juli auf Eis. Die kolumbianische Regierung hatte sich beschwert, dass Waffen aus Venezuela in den Besitz der linksgerichteten FARC-Rebellen gelangt seien.
Daraufhin zog Venezuelas Staatschef Hugo Chávez aus Protest gegen die Vorwürfe den Botschafter aus Bogotá ab. Bereits im März vergangenen Jahres hatte Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien vorübergehend ausgesetzt. Als Grund nannte Chávez den Angriff der kolumbianischen Armee auf ein FARC-Lager in Ecuador.

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