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Die Weltreiterspiele im amerikanischen Tryon erleben einen Start mit Nebengeräuschen. Das Distanzrennen muss erst unterbrochen, später abgebrochen und ganz abgesagt werden.

"Eine gefährliche Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit" war gemäss einem Communiqué der Organisatoren der Grund für den Rennabbruch. "Das war eine schwerer Entscheid, aber er wurde zum Wohl der Pferde und Reiter getroffen", erklärte Thomas Timmons, der Vorsitzende der Tierarzt-Kommission im Weltverband FEI die Absage. Temperaturen um 30 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit setzten Pferd und Reiter zu.

Zuvor musste der Endurance-Wettkampf schon unterbrochen werden, nachdem einige Reiter falsch geleitet worden waren. Das Rennen wurde neu gestartet und von 160 auf 120 Kilometer verkürzt. Die FEI kündigte eine Untersuchung an, um die mangelhafte Organisation zu klären.

Für die Schweiz hatten Sandra Bechter, Andrea Amacher, Barbara Lissarrague und Patricia Schilliger das Rennen aufgenommen. "Der Abbruch war richtig", sagte Lissarrague. "Es wäre unverantwortlich gewesen."

Allerdings konnten viele Beteiligten ihren Frust nicht verbergen: "Wir sind traurig und enttäuscht über die chaotische Organisation", meinte Amacher stellvertretend. Die Endurance-Equipen müssen unverrichteter Dinge abreisen, die Medaillen werden in Tryon nicht mehr vergeben. Mehrere Verbände überlegen sich, ob sie gegenüber dem Organisator Regress nehmen werden. Die Schweizer Equipe beispielsweise warf für die US-Reise der Distanzreiter 120'000 Franken auf.

In Tryon im US-Bundesstaat North Carolina werden Weltmeisterschaften in insgesamt acht Pferdesport-Disziplinen ausgetragen. Die Distanzreiter hätten den Anfang machen sollen.

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SDA-ATS