Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Pratteln BL - In einem Chemiebetrieb im Industriegebiet Schweizerhalle in Pratteln sind am Freitagmorgen 3000 Liter einer giftigen und ätzenden Substanz ausgelaufen. Der Zwischenfall verlief glimpflich, verletzt wurde niemand. Die Ereignisdienste standen mit rund 150 Personen im Einsatz.
Für Mensch und Umwelt habe keine Gefahr bestanden, teilte die Baselbieter Polizei unter Verweis auf Luftmessungen mit. Diese hätten zu keinem Zeitpunkt gesundheitsgefährdende Werte ergeben. Ereignet hatte sich der Zwischenfall gegen 03.40 Uhr bei der Firma CABB.
Leck in einer Pumpe
Wegen eines Lecks in einer Pumpe traten im Erdgeschoss eines Produktionsgebäudes rund 3000 Liter Chloracetylchlorid aus. Ein Teil davon bildete in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit eine Wolke mit Salzsäure und Essigsäure.
Dank des schwachen Windes und der Wasserwände der Feuerwehr blieb die Wolke über dem Firmenareal praktisch stationär. In einem mehrstündigen Einsatz gelang es der Feuerwehr, die kaum sichtbare, gräuliche Wolke herunterzuwaschen. In der Umgebung kam es zeitweise zu Geruchsbelästigungen - es roch nach Essig.
Jener Teil der Chloracetylsäure, der in einer Auffangwanne im Produktionsgebäude zurückblieb, wurde im Verlauf des Freitags abgepumpt und fachgerecht entsorgt. In das Rückhaltebecken, das den Einfluss von Chemikalien in den Rhein verhindern soll, sind nach Auskunft von CABB-Geschäftsführer Robert Dahinden keinerlei Substanzen gelangt.
Nach Angaben der Polizei und Dahindens ist davon auszugehen, dass beim Zwischenfall niemand verletzt wurde. Weil die Wolke je nach Konzentration der darin enthaltenen Substanzen beispielsweise zu Lungenverätzungen führen könnte, wurden sämtliche Personen, die mit ihr hätten in Berührung kommen können, nach allfälligen Symptomen wie Augenreizungen befragt.
200 Personen befragt
In diese Abklärungen einbezogen wurden laut dem CABB-Chef rund 200 Personen - neben Mitarbeitenden der Firma auch Angehörige der Einsatzkräfte und Angestellte benachbarter Unternehmen. Nach Polizeiangaben haben sich nach dem Zwischenfall sechs Personen über Beschwerden wie Kratzen und Unwohlsein gemeldet. Vier von ihnen erhielten prophylaktisch einen Spray.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

SDA-ATS