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China, Südkorea und Japan drängen im Atomstreit

Dieser Inhalt wurde am 10. Oktober 2009 - 09:41 publiziert
(Keystone-SDA)

Peking - Mit einer gemeinsamen Front versuchen China, Japan und Südkorea, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen. Die drei führenden asiatischen Nationen wollen auf eine baldige Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über ein Ende von Nordkoreas Atomwaffenprogramms hinarbeiten.
Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung nach einem Treffen von Chinas Premierminister Wen Jiabao, Südkoreas Präsident Lee Myung Bak und Japans neuem Regierungschef Yukio Hatoyama in Peking hervor.
"Wir sind weiterhin dem Dialog und Konsultationen verpflichtet, um durch friedliche Mittel eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel zu erreichen", hiess es. Mit den anderen Parteien wie den USA und Russland sollen "gemeinsame Anstrengungen" unternommen werden, um eine rasche Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zu erreichen.
Bei dem Treffen informierte Wen Jiabao seine Kollegen über seine Visite in Pjöngjang. Dabei hatte Militärmachthaber Kim Jong Il am Montag allerdings eine Rückkehr zu den Sechser-Gesprächen vom Ausgang bilateraler Gespräche mit den USA abhängig gemacht hatte.
Trotz der demonstrativen Geschlossenheit der drei Spitzenpolitiker zeigten sich Unterschiede in Details. Der von Japan unterstützte Vorschlag Südkoreas für eine als "grosser Handel" bezeichnete Paketlösung in dem Atomstreit in einem einzigen Schritt tauchte in ihrer Erklärung nicht auf.
Die Paketlösung sieht Wirtschaftshilfen und Sicherheitsgarantien für Pjöngjang im Gegenzug für einen kompletten Verzicht auf das Atomprogramm vor. Allerdings haben staatliche nordkoreanische Medien den Vorschlag bereits als "lächerlich" abgetan.

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