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Peking - Nach dem Seezwischenfall mit Japan hat Chinas Aussenministerium am Freitag zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen den japanischen Botschafter in Peking einbestellt. Hintergrund ist das in Japan eingeleitete Strafverfahren gegen den Kapitän eines chinesischen Fischerbootes.
Das Boot war im umstrittenen Seegebiet um die Diaoyu Inseln nordöstlich von Taiwan von der japanischen Küstenwache aufgebracht worden. Dem Kapitän wird vorgeworfen, dabei absichtlich ein Boot der Küstenwache gerammt zu haben.
Aussenminister Yang Jiechi persönlich überreichte dem Botschafter den erneuten Protest. Er forderte die "sofortige und bedingungslose Freilassung" der Besatzung und des Schiffes, wie das Aussenministerium mitteilte.
Chinas Regierung sei fest entschlossen, die Souveränität der Inseln und die Interessen seiner festgehaltenen Staatsbürger zu schützen. Am Vortag hatte das Aussenministerium bereits davor gewarnt, dass die Beziehungen ernsthaft Schaden nehmen könnten.
Japans Küstenwache hatte den 41-jährigen Kapitän wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verhaftet und den Fall am Donnerstag der Staatsanwaltschaft übergeben. Der Zwischenfall passierte nahe der von beiden Ländern beanspruchten Inselgruppe, die die Japaner auch Senkaku nennen. Der Territorialstreit belastet die Beziehungen seit langem. In dem Seegebiet gibt es auch Rohstoffvorkommen.

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SDA-ATS