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Einige Provinzen Chinas wollen das neue Vogelgrippe-Virus H7N9 mit einer grossangelegten Impfaktion von Vögeln eindämmen. Etwa 90'000 Tauben sollen alleine in der ostchinesischen Stadt Hangzhou geimpft werden, schrieben lokale Medien.

Da es allerdings noch keinen Impfstoff gegen H7N9 gibt, wollen die Behörden andere Mittel gegen bereits bekannte Formen von Vogelgrippe verwenden. Ob diese jedoch eine Ausbreitung des Erregers verhindern können, ist nicht klar. Die nördlichen Provinzen Hebei und Helongjiang kündigten ähnliche Impfprogramme an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Montag in Peking Massentests von Vögeln vorgeschlagen. Denn der Erreger wird nach bisherigen Erkenntnissen zwar von Vögeln an Menschen weitergegeben, die Tiere zeigen aber keine Anzeichen der Krankheit.

Daher könne sich das Virus unentdeckt über die Vögel verbreiten, warnte WHO-Vertreter Michael O'Leary. Gleichzeitig betonte er aber, dass es keine Zeichen für eine Epidemie gebe und alle Fälle in China lokal begrenzt seien.

Bisher acht Todesfälle

Am Dienstag kam ein weiterer Mensch durch das Virus ums Leben. Der 83-Jährige starb in einem Spital in der ostchinesischen Stadt Suzhou, wie lokale Gesundheitsbehörden mitteilten. Shanghai meldete zudem zwei weitere Infizierte mit H7N9.

Auch die angrenzende Provinz Zhejiang berichtete am Dienstag von zwei neuen Fällen. Insgesamt stieg damit die Zahl der Infizierten auf 28. Acht von ihnen starben.

Chinas Führung erklärte die Untersuchungen zum neuen Vogelgrippe-Virus zur Chefsache. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang beobachteten die Entwicklung sehr genau, berichtete Vizepremier Liu Yandong nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua. Xi und Li forderten die Eindämmung des Virus. Wie dies konkret umgesetzt worden könne, sagten sie nicht.

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SDA-ATS