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Die chinesischen Behörden ermitteln wegen mutmasslicher Preisabsprachen gegen mehrere, grösstenteils ausländische Hersteller von Babymilchpulver. Die Entwicklungs- und Reformkommission habe eine "Anti-Kartell-Prüfung" gestartet, berichtete die Zeitung "People's Daily".

Inwieweit der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé von der Untersuchung betroffen ist, ist unklar. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte Nestlé am Dienstag die Untersuchungen. Reuters meldete, dass der Lebensmittelriese erklärt habe, mit der chinesischen Wettbewerbsbehörde NDRC zusammenzuarbeiten.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda teilte Nestlé lediglich mit, dass die Tochterfirma Wyeth Nutrition aktiv mit der NDRC kooperiere. Weitere Details könnten zum aktuellen Zeitpunkt nicht kommentiert werden.

Milchpulver 30 Prozent teurer

Die "People's Daily" berichtete laut AFP, unter den verdächtigen Firmen seien Danone aus Frankreich, Mead Johnson, Wyeth Nutrition und Abbott aus den USA sowie CampinaFriesland aus den Niederlanden. Als einziges chinesisches Unternehmen wurde Biostime genannt.

Die "Beijing Times" vermeldete laut Reuters, Chinas Wettbewerbsbehörde habe neben Nestlé, der Nestlé-Tochter Wyeth Nutrition, Danone und Mead auch Abbott Laboratories im Visier.

Gemäss den Zeitungsberichten hoben die Firmen die Preise für Milchpulver seit 2008 um 30 Prozent an. Selbst äussern wollte sich die Entwicklungs- und Reformkommission nicht.

Grosser Markt

Babymilchpulver von westlichen Firmen ist in China heiss begehrt, seit der Skandal um verseuchtes Milchpulver 2008 das Vertrauen in einheimische Produkte schädigte. Sechs Babys waren damals gestorben.

Inzwischen kommt fast die Hälfte des in China verkauften Babymilchpulvers aus dem Ausland. Laut Marktforschungsunternehmen Euromonitor ist China weltweit der grösste Markt für Milchpulver.

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SDA-ATS