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China schlägt im Handelsstreit mit USA zurück - Autos im Blick

Dieser Inhalt wurde am 06. November 2009 - 11:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Peking - Eine Woche vor der Asien-Reise von US-Präsident Barack Obama lassen China und die USA im Handelsstreit die Muskeln spielen. China kündigte an, formelle Ermittlungen gegen US-Autohersteller wegen ihrer Exportpraktiken einzuleiten.
Damit reagiert das Handelsministerium in Peking auf die jüngsten Beschlüsse der US-Regierung, Anti-Dumping-Zölle auf bestimmte chinesische Stahlrohre zu erheben.
China strebt an, so bald wie möglich den Status einer Marktwirtschaft zu erhalten, weil damit andere Staaten nicht mehr so einfach Strafzölle etwa wegen Dumpingpreisen oder Staatsbeihilfen erheben können. Bisher ist diese Anerkennung für 2016 geplant, wenn China der Welthandelsorganisation WTO beitritt.
China will sich bei seinen nun angekündigten Ermittlungen auf grössere Stufenhecklimousinen und Geländewagen konzentrieren. Luxusfahrzeuge ausländischen Fabrikats sind in den vergangenen Jahren auf chinesischen Strassen zum vertrauten Bild geworden.
Bei den jüngsten US-Strafzöllen geht es um Rohre, die in der Öl- und Gasbranche eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr setzten chinesische Hersteller derartige Produkte im Wert von 2,63 Mrd. Dollar in den USA ab - dreimal so viel wie im Vorjahr.
Zudem sollten die USA am über beschichtetes Papier, bestimmte Stahl-Zusätze und Natrium- und Kalisalze aus China entscheiden. Eingeläutet wurde die jüngste Runde im Handelsstreit vor wenigen Wochen von US-Strafzöllen auf chinesische Reifen. Zudem laufen chinesische Ermittlungen gegen US-Geflügelteile.
US-Präsident Obama besucht kommende Woche unter anderem Shanghai und Peking.

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