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Aufruhr am Mount Everest: China will die Routen zum berühmten Kletterberg zumindest für Ausländer einschränken. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/TASHI SHERPA

(sda-ats)

China will es ab der kommenden Herbst-Saison Ausländern verweigern, von der tibetischen Nordflanke aus den Mount Everest zu erklimmen. Die Erlaubnisse für Bergsteiger sollten für ganz Tibet ausgesetzt werden, erklärte der chinesisch-tibetische Bergverband am Mittwoch.

Damit werden Ausländer auch nicht mehr auf andere beliebte Berge wie den Cho Oyu und Shishapangma steigen dürfen. Der Verband reagierte nach eigenen Angaben auf einen Vorfall mit einem polnischen Bergsteiger, der "illegal" den Mount Everest von der Nordseite aus bezwungen hatte, um auf der Südseite, also in Nepal, wieder hinabzusteigen.

In der Mitteilung wurde nicht explizit darauf verwiesen, dass die neue Regelung nur für Ausländer gilt. Ein Sprecher sagte aber der Nachrichtenagentur AFP, chinesische Bergsteiger seien nicht betroffen.

Im Internet äusserten sich enttäuschte Kletterer. Ein Blogger warf dem polnischen Bergsteiger Janusz Adam Adamski "Egoismus" vor. Dieser soll im vergangenen Monat ohne Erlaubnis von Tibet aus auf die Spitze des Mount Everest geklettert sein. Ein Sprecher der nepalesischen Tourismusbehörde sagte, Adamski habe für Nepal ein zehnjähriges Kletterverbot.

Mehr als 382 Bergsteiger erreichten in dieser Saison den 8'848 Meter hohen Gipfel des Mount Everest von der Südseite her, rund 120 weitere schafften es von der tibetischen Seite. Die kurze Bergsteigersaison im Himalaya dauert nur von April bis Ende Mai, wenn günstiges Wetter herrscht. Ab Juni sorgt der Monsun-Regen für erschwerte Bedingungen.

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SDA-ATS