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China sei bereit zu Beziehungen zu den USA "ohne Konflikt, ohne Konfrontation, mit gegenseitigem Respekt und einer Win-win-Zusammenarbeit", sagte Aussenminister Wang Yi zu seinem Amtskollegen aus den USA, Rex Tillerson.

KEYSTONE/AP POL AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

(sda-ats)

Der chinesische Aussenminister Wang Yi hat bei seinem Gespräch mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson am Rande des G20-Treffens in Bonn das Angebot seines Landes zur Zusammenarbeit bekräftigt. Lobend äusserte er sich zur Anerkennung der Ein-China-Politik durch die USA.

Mit der Anerkennung der Ein-China-Politik habe die neue Regierung von US-Präsident Donald Trump "die notwendigen Vorbedingungen" für eine "strategische Kooperation in bilateralen, regionalen und globalen Angelegenheiten" erfüllt, erklärte das Aussenministerium in Peking am Freitag anlässlich von Wangs Treffen mit Tillerson.

"Wang sagte, dass China und die USA, die beide die Verantwortung bei der Sicherung der Stabilität der Welt und der Förderung des globalen Wohlstands schultern, mehr gemeinsame Interessen haben als Streitpunkte", hiess es weiter.

China sei bereit zu Beziehungen zu den USA "ohne Konflikt, ohne Konfrontation, mit gegenseitigem Respekt und einer Win-win-Zusammenarbeit". Um dies zu erreichen, warb Wang laut Aussenministerium für eine bessere Kommunikation zwischen den beiden Ländern.

Nordkorea im Zaum halten

Das US-Aussenministerium erklärte, bei dem Treffen am Rande des G20-Aussenministertreffen in Bonn sei es auch um faire Bedingungen für Handel und Investitionen gegangen. Ausserdem habe Tillerson Wang angesichts der fortgesetzten Raketentests in Nordkorea aufgefordert, Pjöngjang im Zaum zu halten.

Vor gut einer Woche hatte Trump in einem Telefonat mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zugesagt, das Prinzip der Ein-China-Politik zu respektieren. Dieses besagt, dass Peking die alleinige Führung Chinas ist und Taiwan als abtrünnige Provinz gilt.

Nach seinem Wahlsieg hatte Trump Peking unter anderem damit provoziert, dass er einen Gratulationsanruf von Taiwans Präsidentin angenommen hatte. Mitte Januar bezeichnete er die Taiwan-Frage in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" als verhandelbar. Damit stellte er den jahrzehntealten Grundsatz in Frage, wonach Washington Taiwan nicht als eigenständigen Staat anerkennt.

Bereits in seinem Wahlkampf hatte Trump die Volksrepublik immer wieder scharf kritisiert. Er warf ihr unfaire Handelspraktiken vor und erklärte, China würde Arbeitsplätze in den USA "stehlen". Insbesondere der hohe Überschuss Chinas im bilateralen Handel erregte Trumps Zorn.

SDA-ATS

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