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Bern - Ein ehemaliger chinesischer Polizist, der den Handel mit Organen von Häftlingen in seinem Land angeprangert hatte, weigert sich nach Italien auszureisen, wie dies die Schweizer Behörden verlangen. Jetzt droht ihm die Zwangsausschaffung.
Nijati Abudureyimu wurde am Dienstagmorgen von der Neuenburger Kantonspolizei zum Flughafen Genf gebracht. Er weigerte sich aber, den Linienflug nach Rom zu besteigen. Da gegen ihn kein Haftbefehl vorliegt, stand ihm dieses Recht auch zu.
"Wir haben den Behörden mitgeteilt, dass er nicht ausreisen will", sagte Philippe Currat, der Anwalt von Nijati Abudureyimu, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA: "Ich hatte nicht den Eindruck, dass er seinen Standpunkt besonders betonen musste." Currat wirft der Polizei allerdings vor, seinen Klienten eingeschüchtert zu haben.
Am Nachmittag war der Ex-Polizist wieder im Neuenburger Asylzentrum Fontainemelon. "Das Bundesamt für Migration hat uns mitgeteilt, dass jetzt ein Spezialflug für die Ausschaffung organisiert werden muss", sagte Serge Gamma, der Chef des kantonalen Migrationsamtes. Dies sei "wahrscheinlich" auch der nächste Schritt.
Berichte über VerbrechenDer Flüchtling war nach eigenen Angaben von 1993 bis 1997 Zeuge von schrecklichen Vorkommnissen in einer Haftanstalt in Urumqi, der Hauptstadt von Xinjiang. Die autonome Region im Nordwesten Chinas wird mehrheitlich von muslimischen Uiguren bewohnt.
Den Häftlingen seien noch vor dem klinischen Tod Herz, Nieren und Augen entfernt worden, um sie später zu verkaufen, sagte der Asylbewerber bei seiner Befragung durch die Migrationsbehörden in der Schweiz. Nijati Abudureyimu war 2007 aus China geflohen.
Nach Aufenthalten in Norwegen und Italien reiste er im November 2009 illegal in die Schweiz ein. Das Bundesamt für Migration war auf seinen Asylantrag nicht eingetreten, da der Ex-Polizist sich bereits in anderen Ländern des Dublin-Verbundes aufgehalten hatte.

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SDA-ATS