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Geduldsprobe für Zugreisende von Zürich nach Mailand am Sonntagabend: Der Cisalpino der Trenitalia blieb kurz nach der Abfahrt im Zimmerbergtunnel stecken. Bis die Komposition in den Zürcher Hauptbahnhof zurückgeschleppt wurde, dauerte es fast drei Stunden.

"Es tut uns wahnsinnig Leid und wir möchten uns bei den Reisenden entschuldigen", sagte SBB-Pressesprecher Reto Schärli am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigte eine Meldung von "20 Minuten online", wonach die Zugpassagiere über zwei Stunden lang im Tunnel ausharren mussten.

"Der Cisalpino hatte eine technische Störung im Triebfahrzeug", erklärte Schärli. Die Komposition habe keinen Fahrstrom mehr gehabt und auf die Batterie umgestellt werden müssen. "Diese ist dann irgendwann auch ausgestiegen", sagte Schärli. Deshalb habe dann auch die Klimaanlage nicht mehr funktioniert: "Licht gab es aber immer im Zug."

Der Zug hatte kurz nach 19 Uhr den Hauptbahnhof verlassen. Kurz darauf fuhr auch der Interregio in Richtung Chur los, welcher den Zimmerbergtunnel ebenfalls passieren müsste. Weil er nicht in den Tunnel einfahren konnte, blockierte er die Zufahrt für den Lösch- und Rettungszug. Zuerst musste dieser deshalb den Interregio in den Bahnhof zurückziehen.

Schärli erklärte damit die lange Dauer von fast drei Stunden, welche die Cisalpino-Passagiere im Tunnel warten mussten. Kurz nach 22 Uhr konnten die in Richtung Süden Reisenden dann in Zürich auf einen Interregio nach Chiasso umsteigen. "Für die rund 40 Fahrgäste, die nach Italien wollten, wurde dort ein Extra-Zug bereitgestellt", sagte Schärli.

Insgesamt waren gemäss SBB-Sprecher 300 Personen im Cisalpino von der dreistündigen Verspätung betroffen. Im Zug nach Chur sassen 600 Passagiere. Sie konnten aber nach 48 Minuten wieder in Richtung Graubünden abfahren.

Für ihr Ungemach wurden die Passagiere der beiden Züge mit so genannten "Sorry-Checks" entschädigt. Diese haben einen Wert von 15 Franken für 1.-Klasse-Reisende und 10 Franken für 2.-Klasse-Fahrende. "Wir bedauern diesen Zwischenfall sehr", sagte Schärli.

Immer wieder Ärger

Die Probleme auf der Nord-Süd-Achse sind nicht neu. Immer wieder gab der Cisalpino ETR 470 mit italienischer Neigetechnik Anlass zur Kritik. Die SBB haben acht neue Neigezüge des Typs ETR 610 bestellt. Gemäss Schärli werden die ehemaligen Cisalpino-Züge nur noch rund ein Jahr lang eingesetzt und dann alle ausrangiert.

Ab 2015 verkehren auf der Nord-Süd-Achse von Seiten der SBB nur noch die neueren Modelle. Diese werden bereits für die Strecken Genf-Mailand beziehungsweise zwischen Basel/Bern und Mailand eingesetzt. "Das neue Modell ist sehr zuverlässig", sagte Schärli. Man habe bis jetzt nur gute Erfahrungen damit gemacht.

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SDA-ATS