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Nach neun Jahren verlässt Cristiano Ronaldo Real Madrid. Der fünffache Weltfussballer setzt seine Karriere bei Juventus Turin fort.

Schon vor einigen Tagen hatten spanische Medien berichtet, der Abgang von Ronaldo sei beschlossene Sache. Nun bestätigte Real Madrid den Transfer seines Topskorers, der mit den Spaniern viermal die Champions League gewann, je zweimal Meister und Cupsieger wurde sowie dreimal die Klub-WM holte. Wie gross Ronaldos Anteil an den jüngsten Erfolgen von Real Madrid war, zeigt sich an seiner Trefferquote: In 438 Partien für Real Madrid erzielte er 451 Tore.

Ronaldo hatte 2009 von Manchester United und für die damalige Rekordablösesumme von 94 Millionen Euro zu Real Madrid gewechselt. Nun sei die Zeit gekommen, wieder eine neue Etappe in seinem Leben anzutreten. "Deshalb habe ich den Klub um den Transfer gebeten", sagte der 33-jährige Portugiese, der bereits unmittelbar nach dem Champions-League-Final in Kiew (3:1 gegen Liverpool) seinen bevorstehenden Abgang angedeutet hatte: "Es war sehr schön, bei Real Madrid zu spielen."

Mit Juventus Turin ging er einen Vierjahresvertrag ein, der ihm gemäss italienischen Medienberichten etwa 30 Millionen Euro pro Saison einbringt. Ronaldo lagen offenbar auch andere Angebot vor. Es war auch über eine Rückkehr zu Manchester United oder einem Wechsel zu Paris Saint-Germain spekuliert worden. Auch soll sich ein chinesischer Klub mit einer Traumofferte in Position gebracht haben.

Dass Ronaldo sich für Turin entschied, überrascht nicht. Der 154-fache Internationale war von der Reaktion der Juventus-Anhänger nach seinem Traumtor im letzten April im Viertelfinal-Hinspiel sichtlich gerührt gewesen. Die Turnier hatten im eigenen Stadion Ronaldo für den spektakulären Fallrückzieher mit einer Standing Ovation bedacht, obwohl dieser in den letzten Jahren nicht weniger als zehnmal im Europacup gegen Juventus getroffen hatte.

Mit Ronaldo streben die Turiner in der kommenden Saison den achten Meistertitel in Serie an und vor allem den dritten Champions-League-Erfolg. Seit dem letzten Triumph 1996 haben sie fünfmal im Final verloren, 2017 gegen Real Madrid auch wegen zweier Tore von Ronaldo. Für die kommenden vier Jahre hat Juventus den Champions-League-Rekordtorschützen auf seiner Seite. Von einem Jahrhundert-Geschäft sprach die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport". Auch die Anleger sehen das so: Seit die ersten Gerüchte die Runde machten, stieg der Kurs der in Mailand gelisteten Klub-Aktien um über 37 Prozent.

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SDA-ATS