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Ein Prozess um die hochgefährliche Droge Crystal Meth in Bern ist am Mittwoch mit drei Schuldsprüchen zu Ende gegangen. Das Regionalgericht verurteilte den Hauptangeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten und einer ambulanten therapeutischen Behandlung.

Der 31-jährige Koch aus Deutschland war nach eigenen Angaben der Billigdroge verfallen, die vor allem in Tschechien produziert wird. Mindestens sieben Mal soll er nach Tschechien gefahren sein, um sich dort bei vietnamesischen Dealern mit Crystal Meth einzudecken.

Was er nicht selber konsumierte, verkaufte er in der Schweiz, vor allem in Bern. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann mindestens 746 Gramm der rasch schwer süchtig machenden Droge importiert habe, und verurteilte ihn unter anderem wegen schwerer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Mit geringeren Strafen kamen zwei weitere Beschuldigte davon. Ein 21-jähriger Schweizer, der zweimal nach Tschechien mitreiste und vereinzelt Stoff in der Schweiz auslieferte, wurde zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt.

Schuldig erklärt wurde auch eine 45-jährige Schweizerin. Die zweifache Mutter gehörte zu den Kundinnen des Kochs. Sie reiste nur einmal mit nach Tschechien, nach eigenen Angaben aus Lust am Abenteuer.

Bei der Rückkehr am 8. März 2013 flogen die beiden auf. Die Polizei stoppte ihr Auto mit den Drogen im Berner Wankdorf-Quartier. Der Deutsche sitzt seither hinter Gittern. Die Frau wurde am Mittwoch zu einer bedingten Strafe von 13 Monaten verurteilt.

Crystal Meth ist der Strassenname für Methamphetamin. Das Aufputschmittel wurde während des Zweiten Weltkriegs unter dem Namen Pervitin von den Nazis an die deutschen Soldaten abgegeben.

Heute ist die Droge gemäss Experten in der Schweiz weniger verbreitet als etwa in Deutschland. Denn hierzulande können sich die meisten Drogenkonsumenten besseren, weniger gefährlichen Stoff leisten.

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SDA-ATS