Angesichts des wachsenden geostrategischen Interesses an der Region will Dänemark mehr Geld aus seinem Verteidigungsetat für die Sicherheit von Grönland ausgeben.

1,5 Milliarden Kronen (220 Millionen Franken) würden für die Verstärkung der Luft- und Marineüberwachung des halbautonomen Gebiet in der Arktis bereitgestellt, sagte die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen am Mittwoch beim Nato-Gipfel in London.

Dänemark strebe nach einer stärkeren Kontrolle über das, was in der Luft, aber auch auf und unter dem Meer geschehe, sagte Frederiksen mit Blick auf Grönland. Dänemarks Verteidigungsbudget wird für einen mehrjährigen Zeitraum festgelegt, für den Zeitraum 2018 bis 2023 ist es bereits beschlossen. Die Mehrausgaben für Grönland müssen daher durch Umverteilungen im Verteidigungshaushalt aufgebracht werden.

Die Regierung in Kopenhagen ist beunruhigt über russische U-Boote in der Arktis. Laut einer Analyse des dänischen Militärgeheimdienstes FE ist die Arktis die Achillesferse in Dänemarks Verteidigungspolitik. "Es gibt ein wachsendes militärisches Interesse an der Arktis und die Machtspiele zwischen Russland, den USA und China, welche die Spannungen in der Region verstärken", heisst es in einem FE-Bericht von Ende November.

Im August hatte US-Präsident Donald Trump sein Interesse bekundet, Dänemark Grönland abzukaufen. Kopenhagen wies diesen Vorstoss entschieden zurück. Die dänische Armee ist auf Grönland auf neun Stützpunkten präsent.

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