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Sieht sich mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs konfrontiert: der südkoreanische Filmemacher und Berlinale-Teilnehmer Kim Ki Duk.

KEYSTONE/EPA/CLAUDIO ONORATI

(sda-ats)

Eine südkoreanische Schauspielerin hat den Organisatoren der Berlinale Scheinheiligkeit in der #MeToo-Debatte vorgeworfen. Zum Filmfest in Berlin sei auch der südkoreanische Regisseur Kim Ki Duk eingeladen, der ihr körperliche und sexuelle Gewalt angetan habe.

Die Entscheidung sei "zutiefst traurig und extrem scheinheilig", da das am Donnerstag beginnende Filmfest sich in diesem Jahr als Forum im Kampf gegen Missbrauch in der Filmindustrie verstehe, sagte die Schauspielerin, die öffentlich nicht identifiziert werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP.

Die Schauspielerin wirft Kim vor, sie bei Dreharbeiten 2013 misshandelt zu haben. Kim räumte ein, die Frau geschlagen zu haben, wies aber die übrigen Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft in Seoul liess den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs aus Mangel an Beweisen fallen; Kim musste jedoch im Zuge eines Vergleichs umgerechnet 4300 Franken (fünf Millionen Won) Strafe zahlen.

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick teilte AFP mit, das Filmfest wisse von den Vorwürfen gegen Kim. Dieser habe eine Strafe zahlen müssen, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung seien jedoch fallengelassen worden. Die Berlinale habe erst jetzt von einem Berufungsverfahren erfahren. Selbstverständlich verurteile die Berlinale jegliche Form von Gewalt und sexuellen Fehlverhaltens, erklärte Kosslick.

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SDA-ATS