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Den FC Basel mit derart grossem Vorsprung die Super League anführt, stellt alles andere als eine Überraschung dar. Schon eher die Tatsache, dass Lausanne - Sion das Spitzenspiel der 12. Runde ist.

Im Schnitt haben seit Super-League-Einführung gerundete 28 Punkte gereicht, um den Klassenerhalt zu schaffen. Letzte Saison ist der FC Zürich mit 34 Zählern abgestiegen. Nach weniger als einem Drittel der Meisterschaft hat Aufsteiger Lausanne-Sport bereits die Hälfte dieser Marke geschafft. Und nicht nur das: Die Waadtländer sind mit ihrem erfrischenden Spielstil eine Bereicherung für die Liga. Der 2. Rang, punktgleich mit dem nächsten Gegner Sion, ist eine Momentaufnahme, das ist man sich im Umfeld des Klubs bewusst. Zufällig kam die gute Klassierung aber nicht zustande.

Die finanziell bescheidensten Mittel aller zehn Klubs (weniger als acht Millionen Franken Budget) hindern Lausanne-Sport nicht daran, erfolgreich zu sein. Präsident Alain Joseph und Trainer Fabio Celestini machten aus der Not eine Tugend. Sie setzten auf eigene Junge - rund die Hälfte des Teams stammt aus der Nachwuchsabteilung - oder solche, die andernorts überzählig waren. Der Italiener Francesco Margiotta etwa, eine Leihgabe von Juventus Turin, prägt das Lausanner Spiel mit Toren und Assists ebenso wie der aus Basels U21 geholte Linksfuss Samuele Campo. Celestini lässt offensiv spielen und verlangt durch das hohe Pressing viel Laufarbeit von seinen Akteuren.

Das ist ganz nach dem Gusto des Präsidenten. "Lieber verliere ich zweimal nacheinander und habe guten Fussball gezeigt, anstatt zweimal zu gewinnen, ohne es verdient zu haben", sagte Joseph neulich der "NZZ am Sonntag". So folgt halt Siegen in Sitten und gegen St. Gallen auch einmal ein 2:7 bei den Young Boys. Aus der Ruhe bringt das in Lausanne niemanden. "Von Zeit zu Zeit haben wir kleine Patzer", so Joseph. "Aber wir spielen schönen Fussball, einen der schönsten der Schweiz." Interessant zu beobachten wird sein, mit welchen Spielern Celestini am Sonntag Nachmittag die Absenz von zwei seiner drei Innenverteidiger (Manière, Monteiro) sowie des ebenfalls gesperrten Captains Olivier Custodio zu kompensieren versucht.

Zeidlers positiver Einfluss

Im Wallis schwärmen sie von Peter Zeidler. Der 54-jährige Deutsche hat es geschafft, den FC Sion innert weniger als zwei Monaten weit vom Tabellenende wegzubringen. Sehr häufige und intensive Kommunikation, viel mehr Konkurrenzkampf als unter seinem Vorgänger Didier Tholot und die offensivere Ausrichtung trugen Zeidler im Team und bei der kritischen Anhängerschaft viel Kredit ein.

Besonders Eindruck machte in Sitten offenbar die Leistung der ersten Halbzeit gegen die Grasshoppers (3:0-Führung). Langjährige Supporter berichteten davon, seit langer, langer Zeit nicht mehr so viel Spektakel im Tourbillon gesehen zu haben. Trotz zwei Gegentreffern und einer heiklen Schlussphase waren nach Spielende noch immer die ersten 45 Minuten das Thema. Zeidler liess sich nicht beeindrucken. Der Schwabe weiss, dass "alles fragil ist und es schnell wieder nach unten gehen kann".

Luzern und St. Gallen mit Problemen

In die andere Richtung zeigt derzeit die Kurve von Luzern und St. Gallen. Formstärke wird anders definiert als durch die letzten Resultate der beiden Klubs. Für den FCL setzte es in den letzten sechs Runden fünf Niederlagen ab (ein Remis), St. Gallen schaffte diese Saison noch nie zwei Siege in Folge. Die ex-aequo schwächste Abwehr (24 Gegentreffer) empfängt ab 16.00 Uhr die bislang harmloseste Offensive (11 Tore).

YB mit Ladehemmungen

Die Young Boys sind zwar seit fünf Spielen ungeschlagen, die letzten vier Partien endeten aber unentschieden, drei davon torlos. Guillaume Hoarau, seit Donnerstag und der Triplette gegen APOEL Nikosia der YB-Rekordtorschütze im Europacup, ist trotz erst sechs Meisterschafts-Einsätzen mit vier Treffern bester Skorer. Die Hoffnung der Berner ruht darauf, dass Captain Hoarau nach auskurierter Verletzung auch in der Super League sogleich wieder trifft. GC, der Gegner vom Sonntag (13.45 Uhr), holte aus den letzten vier Auswärtsspielen in Bern nur einen Punkt.

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SDA-ATS