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David Roth hat auf dem Kurznachrichtendienst Twitter seinen Rücktritt als Juso-Präsident angekündigt. "Ich werde im März 2014 als Präsident der Juso Schweiz zurücktreten", schreibt Roth.

Davor wolle er aber noch einmal Vollgas geben - insbesondere für die 1:12-Initiative der Juso, die im November zur Abstimmung kommt. Der Luzerner übernahm im März 2011 das Juso-Präsidium von Cédric Wermuth.

"Im kommenden März bin ich seit drei Jahren an der Spitze der Juso und in dieser Zeit haben wir einiges erreicht. Ich kann das Präsidium mit gutem Gewissen übergeben", sagte Roth auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Juso sei politisch gut verankert, präsenter denn je, finanziell gut aufgestellt und habe in den letzten Jahren ein massives Mitgliederwachstum vorzuweisen.

"Für mich war immer klar, dass ich nicht bis 35 Juso-Präsident bleibe. Schon vor einem Jahr habe ich beschlossen, nach drei Jahren als Parteichef zurückzutreten", sagte der 28-Jährige. Er freue sich darauf, sich in Zukunft stärker auf die Arbeit im Luzerner Kantonsrat fokussieren zu können, dem er seit 2011 angehört. "Politik ist auf allen Ebenen gleich spannend."

Strebt er, wie sein Vorgänger Wermuth, auch einen Sitz im Nationalrat an? "Ein Comeback auf nationaler Ebene ist im Moment nicht geplant", sagte Roth. Die SP Luzern werde bei den Nationalratswahlen in zwei Jahren zwar versuchen, einen zweiten Sitz zu erobern. "Voraussichtlich wird dieses Ziel aber sehr schwer zu erreichen."

Seit Dezember 2011 ist Roth auch Vizepräsident der SP Schweiz. Dieses Amt werde er vorerst behalten. Er hoffe, dass dieses dereinst vom neuen Juso-Präsidenten besetzt werden könne.

"Der ideale Zeitpunkt"

Roths Vorgänger ist von der Rücktrittsankündigung wenig überrascht. "Er hat den idealen Zeitpunkt gewählt, zwei Jahren vor den nationalen Parlamentswahlen. So hat der neue Präsident Zeit, sich zu etablieren", sagte Cédric Wermuth.

"Mit der Einreichung der Initiative gegen Nahrungsmittel-Spekulationen setzt Roth ein starkes Zeichen zu seinem Abgang", so Wermuth. Die Jungsozialisten haben am Donnerstag bekannt gegeben, dass ihre Initiative mit rund 130'000 Unterschriften zustande gekommen ist.

Laut dem SP-Nationalrat hat Roth beachtenswerte Arbeit geleistet. "Im Moment ist er einer der aufgehenden Sterne in der Politik und alle Türen stehen ihm offen."

Über die Nachfolge Roths macht sich Wermuth keine Sorge. "Es gibt innerhalb der Juso mehrere Personen, die sehr gut auf das Anforderungsprofil passen."

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SDA-ATS