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Im Jemen ist es am Freitag zu schweren Protesten gegen den Präsidenten Ali Abdullah Saleh gekommen. Mindestens zwei Menschen wurden Ärzten zufolge getötet, über 200 durch Schusswaffen Tränengas verletzt.

In Tais südlich der Hauptstadt Sanaa lieferten sich Hunderte von Demonstranten Strassenschlachten mit der Polizei. Diese setzte Schusswaffen und Tränengas ein. Ein Arzt berichtete, 25 Menschen hätten Schusswunden erlitten. Über zweihundert seien durch das Tränengas verletzt worden.

Landesweit gingen Hunderttausende auf die Strasse, um ihrer Forderung nach einem Abgang des ungeliebten Staatschefs Nachdruck zu verleihen.

In Sanaa demonstrierten Gegner und Anhänger von Saleh auf verschiedenen Plätzen der Stadt. Augenzeugen sagten, zu der Kundgebung der Saleh-Anhänger auf dem Sabaien-Platz seien auch Delegationen aus anderen Provinzen angereist. Die Gegner des Präsidenten demonstrierten auf dem Al-Taghier-Platz.

Dort hielt der frühere Minister für islamische Stiftungen, Hamud al-Hattar, eine Predigt, in der er die Sorge westlicher Staaten, dass ein Ende der Herrschaft von Präsident Saleh zu einem Anstieg der Terrorgefahr im Jemen führen würde, als unbegründet bezeichnete.

Vielmehr würde die Terrorgefahr durch eine erfolgreiche Revolution sinken. Die Nachrichtenwebsite "News Yemen" zitierte den Minister, der von Saleh Mitte März entlassen worden war, mit den Worten: "Der Anteil (der Sympathisanten) von Al-Kaida liegt (im Jemen) bei weniger als zehn Prozent."

Saleh will nicht verhandeln

Seit Wochen fordern Gegner von Präsident Saleh dessen Rücktritt. Auch Saudi-Arabien und verbündete Golfstaaten wollen den langjährigen Präsidenten dazu bewegen. Ein entsprechendes Verhandlungsangebot wies Saleh zurück, was vermutlich die Proteste befeuert hat.

Saleh sagte vor Zehntausenden Anhängern in der Hauptstadt Sanaa: "Unsere Macht leitet sich von der Macht unseres grossartigen Volkes ab, nicht von Katar oder sonst jemandem. Dies ist eindeutig eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Jemen."

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SDA-ATS