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In Griechenland haben hunderte Demonstranten die sofortige Schliessung eines Flüchtlingslagers bei Athen gefordert. Fast 300 Demonstranten drangen am Samstag in das Lager von Amygdaleza ein, wo sie von dutzenden applaudierenden Migranten empfangen wurden.

Wenig später wurden die Demonstranten von den Sicherheitskräften wieder zum Eingang zurückgedrängt. "Keine Aufnahmelager, niemals, nirgends", riefen die Demonstranten. Sie trugen ein Transparent mit der Aufschrift: "Konzentrationslager können nicht verbessert werden, sie müssen zerstört werden."

Die Demonstranten folgten dem Aufruf mehrerer Menschenrechtsgruppen. Der Aktivist Mario Avgustados sagte, das Lager von Amygdaleza sei eines der schlimmsten des Landes.

"Die Regierung hat uns gesagt, sie brauche 100 Tage, um es zu schliessen, doch wir wollen, dass sie das Lager jetzt schliessen", sagte Avgustados. Die von der Linkspartei Syriza geführte Regierung hatte nach dem Suizid eines pakistanischen Migranten in Amygdaleza am 14. Februar versprochen, die seit langem umstrittenen Aufnahmelager zu schliessen.

Allerdings tritt der kleinere Koalitionspartner, die rechtspopulistische Partei Unabhängige Griechen (Anel), für die strikte Begrenzung der Einwanderung ein. Menschenrechtler fürchten, dass Anel die Bemühungen von Syriza zur Schliessung der Lager blockiert.

Das Lager von Amygdaleza ist eigentlich für 1000 Bewohner ausgelegt, doch wohnen dort deutlich mehr illegale Migranten. Die Sanitärverhältnisse und Lebensbedingungen sind derart schwierig, dass es bereits wiederholt Hungerstreiks und andere Protestaktionen gab.

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SDA-ATS