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Daniel-André Tande ist Skiflug-Weltmeister. Der Norweger behauptet in Oberstdorf seine Führung vor dem Polen Kamil Stoch. Dritter wird der Deutsche Richard Freitag.

Tande wurde vorzeitig zum Champion gekürt. Die Jury brach den vierten und letzten Durchgang nach wenigen Springern wegen zu starker Winde ab. Der blonde Teenie-Schwarm nahm die ersten Gratulationen noch oben im Aufwärmraum des Turms von seinen Konkurrenten entgegen. Sein Glück konnte er erst auf dem langen Weg mit dem Lift nach unten fassen, da trockneten die Tränen.

Auch die Springer dürften sich einig sein, dass der Beste gewann. Tande, erst dreifacher Gewinner von Weltcupspringen, dominierte mit seinen Flieger-Qualitäten eigentlich jeden Durchgang - sei es Probesprung, Qualifikation oder Wettkampf. Auch der Schanzenrekord ist nun mit 238,5 m in seinem Besitz. Einzig im letzten Umgang hatte der 23-Jährige die klar schlechteren Winde als Stoch, der noch den Deutschen Richard Freitag überholte und seinen Rückstand auf Tande von umgerechnet 15 auf 11 m verkürzte.

Stoch, der vor zwei Wochen in Bischofshofen als erst zweiter Springer nach Sven Hannawald den Grand Slam an der Tournee geschafft hatte, verpasste einen weiteren Eintrag ins Skisprung-Geschichtsbuch. Der Olympia-Sieg, der Weltmeister-Titel, das Gold als Skiflug-Weltmeister (alle drei im Einzel), der Gewinn des Gesamtweltcups und der Triumph an der Vierschanzentournee bilden die fünf Monumente im Skispringen. Einzig der Finne Matti Nykänen gewann alles. Stoch hat nach seinem Doppel-Olympiasieg 2014 in Sotschi, dem WM-Titel 2013 im Val di Fiemme (auf der Grossschanze), dem goldenen Adler an den Vierschanzentourneen in diesem und im vergangenen Winter sowie mit seinem Gesamtweltcupsieg 2013/14 vier dieser Auszeichnungen erreicht - wie Simon Ammann, dem der Gewinn der Vierschanzentournee im Palmarès fehlt, und Gregor Schlierenzauer, der noch nie Einzel-Olympiasieger geworden ist. Andere mögliche Kandidaten auf ein fünftes Highlight sind bereits zurückgetreten.

Richard Freitag war mit Bronze zufrieden. Gut zwei Wochen nach seinem Sturz in Innsbruck feierte er mit Flügen auf 228, 225 und 190,5 m im Allgäu vor 25'000 Zuschauern ein Comeback nach Mass und holte seine erste Einzel-Medaille bei einer WM.

Ammann jubelte

Simon Ammann beendete den Wettkampf auf dem 12. Platz. Er zeigte sich gegenüber dem Vortag verbessert und machte noch drei Ränge gut. "Heute zeigte ich einen guten Sprung. Ich habe mir einige technische Punkte zur Verbesserung vorgenommen, welche ich auch umsetzte", sagte er. Ein zweites Mal durfte er aber im Wettkampf nicht mehr abstossen. Letztmals wurde 2010 in Planica mit dem Schweizer ein Skiflug-Weltmeister in vier Durchgängen erkoren.

Am Sonntag findet in Oberstdorf noch der Team-Wettkampf statt. Zwei Tage nach der abgesagten Qualifikation wegen des Sturmtiefs "Friederike" waren die Organisatoren froh, drei regelkonforme Wettkampf-Durchgänge über die Bühne gebracht zu haben. Der Wind könnte auch am Sonntag für Probleme sorgen.

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SDA-ATS