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Die Zahl der Neuerkrankungen mit Hautmelanomen - auch schwarzer Hautkrebs oder kurz Melanom genannt - hat in der Schweiz stark zugenommen. Immer häufiger werden die Tumore aber früh erkannt. Die Folge: Die Sterberate hat sich seit den Achtzigerjahren kaum verändert.

Ein Hautmelanom ist ein hochgradig bösartiger Tumor, der aus Pigmentzellen der Haut entsteht. Im Gegensatz zu sogenannten Karzinomen in der Oberhaut bilden Melanome viel häufiger Ableger im Körper. Diese sind oft nur schwer zu behandeln.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat auf der Basis der Kantonalen Krebsregister und mehrerer schweizweiten Befragungen Daten über die Häufigkeit dieser schweren Krebsart sowie dessen Prävention gesammelt und zusammengefasst. Am Montag informierte das BFS über die Resultate.

Es kam zum Schluss, dass die Zahl der Neuerkrankungen mit Hautmelanomen in der Schweiz stark zugenommen hat. Zwischen 1984 und 1988 diagnostizierten Ärzte pro Jahr bei im Mittel 13,7 von 100'000 Frauen ein Melanom. Zwischen 2004 und 2008 waren es bereits 21,1 Fälle - der Anstieg betrug 50 Prozent. Bei dem Männern stieg die Rate noch stärker, nämlich von 13 auf 23,5 Fälle pro 100'000.

Jährlich 2000 Fälle

Rund jede zwanzigste neue Krebsdiagnose ist ein Fall von schwarzem Hautkrebs. Insgesamt werden pro Jahr rund 2000 Neuerkrankungen festgestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist die Schweiz das europäische Land mit der höchsten Zahl von Melanomfällen.

Die Hauttumore werden jedoch immer häufiger bereits früh diagnostiziert - wodurch die Überlebenschancen für die Betroffenen steigen. Dies erklärt, weshalb trotz zunehmender Zahl von Krebsfällen die Sterberate relativ stabil blieb. Zwischen 2004 und 2008 starben jährlich im Durchschnitt 285 Menschen an Hautkrebs.

Frauen vorsichtiger

Wie man Hautkrebs vorbeugt, scheint fast allen Schweizerinnen und Schweizern bekannt zu sein: 85 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren gaben 2007 in einer Umfrage an, sich mit Kleidung oder Sonnencrème vor Sonnenstrahlung zu schützen. Die Frauen nehmen den Sonnenschutz etwas ernster als die Männer und Deutschschweizer schützen sich häufiger als Romands oder Tessiner.

Auch bei Vorsorgeuntersuchungen gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern: 37 Prozent der Frauen gaben an, sich mindestens einmal im Leben einer Hautuntersuchung unterzogen zu haben. Bei den Männern liegt der Anteil bei 33 Prozent. Im Vergleich zu 1997 nahm die Zahl der Untersuchungen bei beiden Geschlechtern zu.

SDA-ATS