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Der Abschied von Usain Bolt sowie der Rücktritt von Mo Farah aus der Stadion-Leichtathletik an Titelkämpfen stehen im Fokus der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaften in London.

Usain Bolt prägt seit den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Leichtathletik wie kaum ein anderer vor ihm. Er ist wohl der beste Sprinter der Geschichte: acht Olympiasiege, elf Weltmeistertitel, Weltrekorde über 100 und 200 m sowie mit der Sprintstaffel und dazu eine Ausstrahlung, die ein Publikum weit über den Sport hinaus fasziniert.

Der Sprinter aus Jamaika wird am Samstagabend über 100 m und gegen Ende der Titelkämpfe mit der Staffel antreten und hofft auf seine WM-Goldmedaillen Nummern 12 und 13. Danach wird der bald 31-Jährige seine glanzvolle Karriere beenden.

Mit Mo Farah will ein zweiter Star an der Stätte seiner grössten Erfolge im Londoner Olympiastadion erneut das WM-Double gewinnen - und vielleicht als siebenfacher Weltmeister nach seiner Derniere bei Weltklasse Zürich am 24. August über 5000 m zum Marathon wechseln. Nirgends flogen dem ehemaligen Flüchtling aus Somalia die Herzen so zu wie bei seiner Heimveranstaltung vor fünf Jahren in London. Das Publikum wird ihm bei seinen Einsätzen über 5000 und 10'000 m einen würdigen Abschied bereiten - und vielleicht lässt es sich auch Bolt nicht nehmen, wiederum mit den Händen über dem Kopf ein M, das Markenzeichen von Farah, zu formen.

Dem 800-m-Weltrekordhalter David Rudisha hingegen bleibt die Rückkehr ins Olympia-Stadion verwehrt. Der Titelverteidiger aus Kenia kann wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel nicht starten. Bei den Spielen in London 2012 hatte der 28-Jährige mit einem Sololauf in 1:40,91 Minuten den aktuellen Weltrekord aufgestellt. Auch im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro holte er Olympia-Gold.

Am Dienstagabend gab mit Thiago Braz ein weiterer Olympia-Sieger Forfait. Den Brasilianer, der in Rio dank einem Flug über 6,03 m den Weltrekordhalter Renaud Lavillenie bezwungen hatte, plagt eine Verletzung in der Wade.

Russland mit Schweizer Team-Grösse

Die russische Nationalmannschaft ist als Folge des grossen Dopingskandals seit November 2015 von der Leichtathletik ausgeschlossen. Gleichwohl werden 19 russische Athletinnen und Athleten - dies entspricht exakt der Grösse der Schweizer Delegation - in London antreten. Sie erfüllen die Startkriterien des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) und werden unter neutraler Flagge antreten (ANA/Authorised Neutral Athlete).

London hat als Organisator einen guten Ruf. Das Publikum kennt sich im Sport aus, weiss Leistungen zu schätzen und wird sich fair verhalten. Es dürften die Weltmeisterschaften mit der höchsten Zuschauerzahl aller Zeiten werden, 650'000 Tickets waren eine Woche vor dem Startschuss bereits verkauft. Rund 2000 Startende, die mehr als 200 Mannschaften repräsentieren - darunter auch ein fünfköpfiges Flüchtlingsteam - werden diese Atmosphäre geniessen. Ein gnadenloses Ausbuhen der Gegner wie vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Rio wird es in London nicht geben.

Mehr Medaillensätze, weniger Sessions

Erstmals werden bei einer Freiluft-WM 48 Medaillensätze vergeben. Die Geherinnen gehen neu auch über 50 km, und zwar im Rahmen des Männer-Wettkampfs. Die Titelkämpfe werden auf zehn Tage ausgedehnt. Andererseits gibt es weniger Vormittags-Sessions. Nur an den Tagen mit den beiden Mehrkämpfen findet ein klassisches Vormittags-Programm im Stadion statt. Hinzu kommen die Entscheidungen im Gehen ausserhalb des Stadions am letzten Wettkampftag.

Die Marathonläufe finden am ersten Sonntag statt, die Strecke führt vorbei an Sehenswürdigkeiten wie London Eye, Big Ben, St. Pauls Cathedral und Tower. Die vier Entscheidungen im Gehen sind für den Schlusstag unter dem Motto "Festival of Race Walks" angesetzt, und zwar auf einer 2-Kilometer-Schleife zwischen Buckingham Palace und Triumphbogen (Admiralty Arch).

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SDA-ATS