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Deutsche Bahn klagt gegen Fluggesellschaften wegen Preisabsprachen

Die Deutsche Bahn (DB) verlangt von der Lufthansa und mehr als 30 weiteren Fluggesellschaften Schadenersatz in Milliardenhöhe für Preisabsprachen. Die Airlines hätten jahrelang Preise für Luftfrachtangebote abgesprochen.

Die DB verlange Wiedergutmachung für Schäden, die ihrer Speditionstochter Schenker wegen des Kartells entstanden seien. Die Klage in New York beziehe sich auf das US-Geschäft und richte sich unter anderem gegen Air France, erklärte ein DB-Sprecher. Das in Köln angestrebte Verfahren betreffe das übrige Schenker-Geschäft.

Laut den Vorwürfen sollen die Airlines von 1999 bis 2006 Kerosin- und Sicherheitszuschläge untereinander abgestimmt haben. Die Deutsche Bahn fordert 1,2 Mrd. Euro Schadenersatz und 560 Mio. Euro Zinsen, wie ein Sprecher am Sonntag erläuterte. Er bestätigte damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche".

Die Klage der DB hat aus Sicht der Lufthansa dem Bericht zufolge keine Rechtsgrundlage, weil sie sich auf eine Entscheidung der EU-Kommission zu dem Kartell berufe, die "weiterhin nicht rechtskräftig" sei. Zudem habe ein von der Lufthansa in Auftrag gegebenes Gutachten ergeben, "dass bei Kunden kein tatsächlicher Schaden durch das Kartell entstanden sei".

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