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Die wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilte frühere RAF-Terroristin Birgit Hogefeld kommt auf freien Fuss. Sie habe im Juni 18 Jahre ihrer Mindestverbüsszeit in Haft abgesessen und werde in den kommenden Wochen entlassen. Die Reststrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Das gab das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main bekannt. Hogefeld war nach einer Schiesserei im Juni 1993 in Bad Kleinen im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern festgenommen worden. Seit 2009 ist die 54-Jährige als Freigängerin im offenen Vollzug.

Der 4. Strafsenat des OLG habe in seinem Entscheid berücksichtigt, "dass sich die Verurteilte in deutlicher Form von der RAF losgesagt und ihrerseits die persönliche Verantwortung für die von der damaligen RAF begangenen Straftaten übernommen hat", heisst es in der Mitteilung.

Mehrer Tote auf ihrem Konto

Hogefeld war nach den Ermittlungen der Justiz 1984 in den Untergrund gegangen und hatte sich der RAF angeschlossen. Ein Jahr später soll sie einen US-Soldaten erschossen haben, den sie mit dem "Versprechen eines Liebensabenteuers" angelockt hatte.

Ein RAF-Kommando verschaffte sich dann mit dessen Ausweis Zugang zum US-Militärflughafen in Frankfurt am Main, um einen Bombenanschlag mit zwei Toten und 16 Verletzten zu verüben.

Ab 1988 wurde Hogefeld mit internationalem Haftbefehl gesucht. Im gleichen Jahr soll sie ein Auto für den Mordanschlag auf den damaligen Finanzstaatssekretär und späteren Bundesbank-Präsidenten Hans Tietmeyer besorgt haben, der ebenso wie sein Fahrer unverletzt blieb.

1996 war Hogefeld sie vom Oberlandesgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht stellte die besondere Schwere ihrer Schuld fest. Das Urteil wurde 1999 rechtskräftig.

Während der Haft studierte Hogefeld an der Fernuniversität Hagen Literaturwissenschaften und Sozialpsychologie und arbeite nun an ihrer Dissertation, wie das OLG weiter mitteilte. Hogefeld ist die letzte noch inhaftierte RAF-Terroristin.

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SDA-ATS