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Deutsche Regierung spricht von "europäischer Dimension" von EHEC

Die Darmseuche EHEC breitet sich auch ausserhalb Norddeutschlands aus und hat in zahlreichen europäischen Ländern zu schweren Erkrankungen geführt. Die Zahl der Todesfälle stieg am Montag auf 14 - zwölf der Toten sind Frauen.

Die deutsche Regierung rechnet mit einer weiteren Ausbreitung der EHEC-Welle. Nach einem Spitzentreffen von Bund, Ländern und Behörden in Berlin sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Montag: "Ergebnis ist, dass leider weiter mit einer steigenden Fallzahl zu rechnen ist."

Aigner: Europäische Dimension

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: "EHEC hat längst eine europäische Dimension." Sie betonte: "Wir stehen gemeinsam vor einer grossen Herausforderung. (...) Wir haben es mit einer ernsten Lage zu tun."

Die Infektionsquelle wurden nach Angaben der Behörden noch nicht ausgemacht und könnte weiter aktiv sein. "Eine Reihe von Patienten ist deutlich gefährdet. Es sind auch keine weiteren Todesfälle auszuschliessen, sondern eher wahrscheinlich", sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Reinhard Burger.

Er erneuerte die Empfehlung, Gemüse insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu essen. Waschen des Gemüses allein biete keinen sicheren Schutz.

Auf Deutschlandreise angesteckt

Aus mehreren europäischen Ländern wurden Erkrankungen mit dem EHEC-Erreger gemeldet. Besonders viele Fälle gibt es nach Angaben der EU-Kommission in Schweden. Nachgewiesen wurden demnach bisher 30 EHEC-Fälle, bei 13 davon handle es sich um schwer erkrankte HUS-Patienten (hämolytisch-urämische Syndrom).

Auch aus Norwegen, Dänemark, Grossbritannien oder Österreich wurden Ansteckungen mit schwerem Krankheitsverlauf gemeldet. Ausserdem wurden erste Fälle ausserhalb Europas bekannt: Mindestens drei Amerikaner, die zuvor in Deutschland waren, seien erkrankt. Mehrere Länder verboten die Einfuhr von Gemüse aus Deutschland und Spanien.

In der Schweiz erkrankte bis zum Wochenende eine Frau nach der Rückkehr aus Deutschland am EHEC-Erreger. Hinzu kommen zwei weitere Verdachtsfälle. Am Montag wurden nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) keine neuen bestätigten Fälle gemeldet.

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