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EM 2012 - Noch nie haben die Griechen gegen Deutschland ein Länderspiel gewinnen können. Heute abend starten sie um 20.45 Uhr in Danzig ihren neunten Anlauf.
An der Favoritenrolle gibt es keine Zweifel. Während die DFB-Auswahl in der "Todesgruppe" ohne Punktverlust geblieben ist, stand Griechenland kurz vor dem Ausscheiden. Das Weiterkommen verdienten sie sich schliesslich mit einer kämpferischen Leistung gegen das scheinbar übermächtige Russland.
Geht es nach dem Gusto der Deutschen, soll der griechischen Mannschaft kein Rettungsschirm mehr helfen. "Wir verschwenden keinen Gedanken daran, dass etwas schiefgehen kann", sagte Sami Khedira, hob aber auch den Mahnfinger. "Wir müssen hochkonzentriert sein und dürfen nicht schon einen Schritt weiterdenken. Das ist die grosse Gefahr." In den Halbfinals würde ein Klassiker gegen England oder Italien locken. Bundestrainer Joachim Löw kann gegen Griechenland aus dem Vollen schöpfen. Rechtsverteidiger Jerome Boateng steht nach abgesessener Sperre wieder zur Verfügung. Lars Bender muss deshalb wohl zurück auf die Ersatzbank.
Die Griechen lauern mit einer Mauer-Taktik wohl auf Konter. In diesem Zusammenhang haben sie eine gewisse Effizienz schon eindrucksvoll bewiesen. Es bleibt abzuwarten, wie sie den Ausfall ihres gesperrten Captains und Leitwolfs Giorgos Karagounis verkraften können. Der griechische Ex-Internationale und frühere Bundesliga-Profi Ioannis Amanatidis glaubt, dass dies der Equipe von Fernando Santos gelingen wird: "Griechenland ist nicht nur auf eine einzelne Spielerpersönlichkeit fokussiert. Andere können jederzeit über sich hinauswachsen." Theofanis Gekas sei immer für ein Tor gut. Wenn bei ihm der Offside-Pfiff nicht ertöne, werde es gefährlich.
Deutschland - Griechenland. - 20.45 Uhr. - Arena, Danzig. - SR Skomina (Sln).
Mögliche Aufstellungen:
Deutschland: 1 Neuer; 20 Boateng, 5 Hummels, 14 Badstuber, 16 Lahm; 6 Khedira, 7 Schweinsteiger; 13 Müller, 8 Özil, 10 Podolski; 23 Gomez.
Griechenland: 13 Sifakis; 15 Torosidis, 19 Papastathopoulos, 5 Kyriakos Papadopoulos, 3 Tzavellas; 2 Maniatis, 21 Katsouranis; 14 Salpingidis, 6 Makos, 7 Samaras; 17 Gekas.
Bemerkungen: Griechenland ohne Avraam Papadopoulos (verletzt), Holebas und Karagounis (beide gesperrt).

SDA-ATS