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In Deutschland geht es mit der Wirtschaft aufwärts (Symbolbild vom Reichstag in Berlin).

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal beschleunigt. Höhere Investitionen, steigende Konsumausgaben und mehr Exporte liessen das Bruttoinlandsprodukt zwischen Januar und März um 0,6 Prozent zum Vorquartal zunehmen.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Ökonomen hatten mit diesem Ergebnis gerechnet. Im vierten Quartal 2016 war das Plus mit 0,4 Prozent kleiner ausgefallen. "Die deutsche Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs", erklärten die Statistiker. Sie trotzte damit der erhöhten Unsicherheit nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump und dem näher rückenden EU-Austritt Grossbritanniens.

Impulse kamen zu Jahresbeginn sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. "Die Investitionen legten kräftig zu", betonte das Statistikamt. Sowohl in Bauten als auch in Ausrüstungen wie Maschinen sei "deutlich mehr" investiert worden. Auch Konsumenten und Staat gaben etwa mehr aus. Wegen der besseren Weltkonjunktur wuchsen die Exporte stärker als die Importe, was ebenfalls die Konjunktur anschob.

Deutschland wächst damit schneller als die beiden anderen grossen Volkswirtschaften der Euro-Zone: Frankreich schaffte nur ein Plus von 0,3 Prozent zum Jahresauftakt, für Italien dürfte es nach Prognose der dortigen Notenbank sogar nur zu 0,2 Prozent reichen. Die Euro-Zone insgesamt erzielte 0,5 Prozent.

Für dieses Jahr rechnet die EU-Kommission mit einem Wachstum in Deutschland von 1,6 Prozent. 2016 waren es noch 1,9 Prozent - allerdings zählte das vorige Jahr auch drei Arbeitstage mehr.

SDA-ATS

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