Die Ausrüstungsprobleme bei der deutschen Armee reissen laut einem Medienbericht nicht ab. Neben Schwierigkeiten bei Panzern und Helikoptern könnten die Soldaten nicht mit ausreichend Westen, Winterkleidern und Zelten für ihren Nato-Einsatz ausgestattet werden.

Die "Rheinische Post" vom Montag beruft sich dabei auf ein ihr vorliegendes Papier aus dem Verteidigungsministerium. "Im Bereich bewegliche Unterbringung im Einsatz weist das Heer bis mind. 2021 eine Fähigkeitslücke auf", heisse es in dem internen Bericht des Heereskommandos.

Derartige Versorgungslücken, zumal bei wichtigen Nato-Vorhaben, "können und werden wir nicht akzeptieren", sagte SPD-Verteidigungsexperte Fritz Felgentreu dem Blatt. Florian Hahn (CSU) verlangte, die Materiallücken zu schliessen, wie es im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei.

Von einem Skandal gegenüber den Soldaten und einem beschämenden Vorgang gegenüber den Bündnispartnern sprach FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. "Dass selbst die Basisausrüstung wie Schutzwesten und Winterbekleidung fehlt, zeigt, in welchem erbärmlichen Zustand die Bundeswehr inzwischen runtergespart wurde", erklärte sie.

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