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Kneese - Der deutsche Bildhauer Jo Jastram ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 82 Jahren im Spital in Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern, wie eine Sprecherin der Familie am Sonntag in Jastrams Wohnort Kneese in Nordvorpommern sagte.
Er war ein gefragter Bildhauer, mit seinen Werken zum Thema Wasser hat Jo Jastram vor allem in ostdeutschen Städten viele Spuren hinterlassen. Nach Angaben der Familie kam sein Tod unerwartet. Er hinterlässt seine Ehefrau, die Grafikerin Inge Jastram, und vier Kinder aus zwei Ehen.
Joachim "Jo" Jastram wurde 1928 in Rostock geboren und blieb seiner Heimat stets treu. Nach einer Ausbildung zum Brunnenbauer wurde er Holzbildhauer, studierte im thüringischen Empfertshausen und später Bildhauerei in Dresden und Berlin. Der Brunnenbau beschäftigte ihn aber sein ganzes Leben lang, das Thema Wasser ist zentral in seinem Werk.
Nach seinem Studium war Jastram zunächst in Rostock tätig. Seit 1973 lebte und arbeitete er in seinem Atelier- und Wohnort Kneese in Nordvorpommern. "Ich habe in und mit der DDR gelebt", ist der am häufigsten zitierte Satz des Bildhauers.
Er sah sich als politisch denkenden Menschen, der sich von der SED nie habe vereinnahmen lassen. "Mir war die künstlerische Aussage immer wichtiger als die politische", erklärte er in einem Interview zu seinem 80. Geburtstag.
Bekannt sind der "Fischerbrunnen" in Greifswald sowie die "Afrikanische Reise" im Rostocker Stadthafen, die er selbst als "eine meiner wichtigsten Arbeiten" bezeichnete. 21 Jahre lang arbeitete Jastram an dieser Figurengruppe. Dabei verarbeitete der Künstler Eindrücke, die er beim Bau eines Karl-Marx-Denkmals in Äthiopien Anfang der achtziger Jahre und bei späteren Afrika-Reisen sammelte.

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SDA-ATS