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Ein Rentner hat in der deutschen Kleinstadt Hameln einen Gemeindepolitiker und dann sich selbst erschossen. Seine Bluttat hatte der 74-Jährige wohl länger geplant, das Motiv lag am Freitag jedoch im Dunkeln.

Der Schütze tötete den langjährigen Landrat Rüdiger Butte am Freitag in dessen Büro in der niedersächsischen Stadt mit einem Revolver. Der 74-Jährige beging unmittelbar danach Selbstmord.

Angaben, wonach der Täter ein Waffennarr sei, dem die Behörden seine Waffen entzogen haben, wollte die Polizei offiziell nicht kommentieren. Es hiess allerdings, der Mann sei den Ermittlern kein Unbekannter und auch schon wegen Waffen aufgefallen.

Nach Angaben der Polizei hatte der 74-Jährige vor der Tat tagelang versucht, einen Termin beim Landrat zu erhalten. Am Freitag sei es schliesslich zu einem Treffen gekommen. Der Mann habe dann in Buttes Dienstzimmer mehrere Schüsse abgefeuert. Der verheiratete Politiker und Vater von zwei Kindern hatte keine Chance und starb noch in seinem Büro. Augenzeugen für das Verbrechen gibt es keine.

Büro für jedermann zugänglich

Für den Todesschützen war es offenbar kein Problem, in die Nähe des Landrates zu kommen. Im Kreishaus der durch die Rattenfänger-Sage bekannt gewordenen Stadt gibt es nach Angaben der Polizei keine besonderen Sicherheitsmassnahmen. Jedermann habe freien Zugang zu dem Verwaltungsgebäude.

Der gewaltsame Tod des Hamelner Landrates löste Trauer und Entsetzen aus. "Ich bin tief betroffen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Der 63 Jahre alte Butte war seit 2005 Landrat von Hameln-Pyrmont. Zuvor war er vier Jahre lang Direktor des Landeskriminalamtes in Niedersachsen gewesen. Der Landrat ist in Deutschland der Chef einer Kreisverwaltung. Er wird in einigen Bundesländern direkt gewählt, in anderen von den Kreisparlamenten.

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SDA-ATS