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Weltmeister Deutschland erreicht beim Confederations Cup in Russland souverän und ungeschlagen den Final vom Sonntag gegen Copa-America-Sieger Chile.

Mexico hatte sich veritable Chancen ausgerechnet, nach teilweise bitteren Niederlagen in der WM-Geschichte der letzten drei Dekaden Deutschland erstmals auf Wettbewerbs-Niveau schlagen zu können. Der Olympiasieger wähnte sich nach einer reifen Vorrunde im Vorteil und bekam von den talentierten Vertretern der pausierenden WM-Helden eine Abreibung erteilt.

Löw durfte nach seinem 101. Erfolg im 151. Einsatz als Chef an der Linie konstatieren: Auch im zweiten Anzug ist der Weltmeister fit und bereit für das nächste Fussball-Fest in einem Jahr. Und im Schatten der stilsicheren Arrivierten blühen auch die Junioren auf - an der U21-EM spielen sie gegen Spanien um eine weitere Trophäe.

Traumstart und Goretzkas Ambitionen

Noch ehe sich die Mexikaner richtig gruppiert hatten, türmten sich die Probleme bereits zum unüberwindbaren Hindernis auf. In der Startphase liess sich das routinierte Ensemble von Deutschlands WM-Casting-Gruppe nahezu planlos ausmanövrieren. Nach 426 Sekunden führte die U24-Auswahl von Jogi Löw 2:0 - gegen einen Herausforderer, der zuvor nur zwei von 27 Partien verloren hatte und pro Startplatz im Schnitt über 58 Länderspiele Erfahrung auf den Platz brachte. Auch in der zweiten Hälfte düpierten Löws Talente den irritierten Kontrahenten um den blassen Bayer-Star Chicharito zweimal: Timo Werner (59.) und Amin Younes (91.) waren nicht zu bremsen.

Leon Goretzka führte die Nummer 1 der CONCACAF-Zone zunächst praktisch solo an den Rand der Verzweiflung. Der Schalker, über dessen Zukunft medial fast täglich debattiert wird, spielte sein gesamtes Repertoire aus. Mit seinen zwei Treffern rückte er abermals in den Fokus. Ihm prophezeit nicht nur sein neuer Klub-Trainer Domenico Tedesco eine grosse Karriere.

Nicht nur Matchwinner Goretzka hält mit seinen Ambitionen nicht zurück. Auch andere bemühen sich vehement und mit guten Karten um einen Platz in Löws nächster WM-Kampagne. In der sogenannten B-Elf ist Potenzial und Ehrgeiz gleichermassen auszumachen. Timo Werner, der 21-jährige Leipziger Topskorer, ist ein weiteres Beispiel für die Qualität der nachrückenden Generation.

44 Kandidaten auf dem DFB-Radar

Kaum eine andere Nation hat derzeit einen ähnlich ausgeprägten Fundus zu bieten. Von jenen, die in Rio de Janeiro den deutschen Aufschwung vergoldet hatten, nominierte Löw für die WM-Generalprobe am Schwarzen Meer lediglich drei (Rand-)-Figuren der brasilianischen Erfolgsstory - im Kopf hatte der Selektionär Experimente, erreicht hat er eine erhebliche Horizonterweiterung.

Und Löw, in der WM-Ausscheidung verlustpunktlos topklassiert, steht primär neben dem Rasen vor spannenden Monaten. Sein Luxus-Problem wird sein: Wer der unzähligen starken Kandidaten kommt für die Endrunde in Frage? Gegen 44 Professionals sind auf dem Radar der Entscheidungsträger; um die Zukunft muss sich der Deutsche Fussball-Bund nicht sorgen: 40 sind jünger als 26-jährig.

Das Telegramm:

Deutschland - Mexiko 4:1 (2:0)

Sotschi. - 37'923 Zuschauer. - SR Pitana (ARG). - Tore: 6. Goretzka 1:0. 8. Goretzka 2:0. 59. Werner 3:0. 89. Fabian 3:1. 91. Younes 4:1.

Deutschland: Ter Stegen; Kimmich, Rüdiger, Ginter; Henrichs, Rudy, Hector; Goretzka (67. Can), Draxler (81. Younes) Stindl (79. Brandt), Werner.

Mexiko: Ochoa; Layun, Araujo, Moreno, Alanis; Jonathan dos Santos (67. Marquez), Herrera, Giovani dos Santos (62. Fabian); Raul Jimenez, Hernandez, Aquino (46. Lozano).

Bemerkungen: 75. Lattenkopfball von Raul Jimenez. Verwarnungen: 55. Raul Jimenez, 72. Can (beide Foul).

SDA-ATS