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Die Zahl der Banken in Deutschland wird laut einer Studie in den nächsten Jahren massiv schrumpfen. Davon betroffen dürfte auch der Bankenplatz Frankfurt sein. (Archivbild)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

(sda-ats)

Dem deutschen Bankenmarkt droht ein Aderlass. Wie aus dem "Bankenreport Deutschland 2030" der Beratungsgesellschaft Oliver Wyman hervorgeht, wird sich die Zahl der Institute von derzeit rund 1900 in den nächsten Jahren auf nur noch 150 bis 300 Geldhäuser reduzieren.

Im Jahr 2004 gab es nach Angaben des Bankenverbandes BdB rund 2400 Banken in Deutschland. Die Gründe für die Schrumpfung sind unter anderem der steigende Wettbewerb durch Fintechs und ausländische Banken, aber auch der hohe Kostendruck und die strenge Regulierung.

Unter dem Strich gibt es nach Ansicht der Experten zu viele Banken, die sich um einen seit Jahren stagnierenden Markt streiten. Oliver Wyman beziffert in der Studie den vorhandenen Ertragspool für alle Institute auf etwa 115 Milliarden Euro. Darum balgen sich fast 1000 Volks- und Raiffeisenbanken, beinahe 400 Sparkassen und neben Grossbanken wie der Deutschen Bank und Commerzbank noch eine Vielzahl an anderen Instituten mit teilweise hochgradig spezialisiertem Geschäftsmodell.

Diese für das deutsche Bankensystem typische Drei-Säulen-Struktur ist nach Ansicht der Unternehmensberater nicht in Stein gemeisselt. Derzeit entstehe durch ausländische Institute, technologisch starke Fintechs, Anbieter von Marktinfrastruktur und global aktive Technologiefirmen eine weitere Säule: "Diese 'Vierte Säule' greift traditionelle Geschäftsmodelle an und verändert die Erwartungshaltung der Kunden."

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SDA-ATS