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Nach dem traditionellen Freitagsgebet haben die Menschen in mehreren arabischen Ländern wieder protestiert. Im Jemen gerieten Protestierende unter Beschuss.

Im Norden des Jemen, im Distrikt Harf Sufian, beschoss das Militär nach Angaben schiitischer Rebellen friedlich demonstrierende Regierungsgegner. Mindestens vier Menschen seien getötet und sieben weitere verletzt worden, meldeten mehrere Nachrichtenagenturen.

Im ganzen Land gingen nach Oppositionsangaben mehr als eine halbe Million Menschen gegen die Regierung auf die Strasse. Allein in Sanaa waren es rund 100'000 Menschen. Der Demonstrationszug erstreckte sich über mehr als zwei Kilometer Länge. Auch rund 100'000 Anhänger von Präsident Ali Abdullah Saleh versammelten sich in der Hauptstadt.

Dieser lehnte einen Vorschlag der Opposition ab, bereits Ende Jahr sein Amt abzugeben. Stattdessen hält er an seinem Vorhaben fest, erst 2013 mit Ablauf der Amtszeit abzutreten. Saleh regiert das verarmte Land seit 32 Jahren autoritär.

Gewalt im Irak und in Bahrain

Auch im Irak gingen die Sicherheitskräfte zum Teil mit Gewalt gegen Proteste vor. Tausende Menschen demonstrierten im ganzen Land gegen Korruption, Misswirtschaft und die unzureichende Strom- und Wasserversorgung. In der Hauptstadt Bagdad verlief die Kundgebung friedlich. In Mossul und Basra lösten die Sicherheitskräfte die Kundgebungen mit Gewalt auf.

In Königreich Bahrain kam es erstmals seit Beginn der Proteste vor über zwei Wochen zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Einwohnern der Stadt Hamad zufolge gingen in der Nacht sunnitische und schiitische Muslime aufeinander los. Etwa 100 Menschen seien beteiligt gewesen.

Nach Angaben des Innenministeriums dauerte es rund zwei Stunden, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle hatte. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit fühlt sich von der sunnitischen Königsfamilie benachteiligt. Mehrfach haben sich Demonstranten versammelt und Reformen verlangt.

Friedlich verlief eine Kundgebung in der jordanischen Hauptstadt Amman. Dort gingen rund 3000 Menschen für politische Reformen auf die Strasse.

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SDA-ATS